IWH, Höchstwert

IWH meldet Höchstwert bei Firmenpleiten im Dezember

10.01.2024 - 11:13:31

Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland ist im Dezember stark gestiegen.

Insgesamt zĂ€hlten die Forscher des Leibniz-Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung Halle (IWH) 1.078 Pleiten von Personen- und Kapitalgesellschaften. Dies sei der höchste Wert fĂŒr einen Dezember seit Beginn der Datenerfassung im IWH-Insolvenztrend im Jahr 2016, teilte das IWH am Mittwoch mit. Es sind zudem zehn Prozent mehr Firmenpleiten als im November und knapp ein Viertel mehr als im Dezember des Jahres 2022.

Die Zahl der Insolvenzen lag 24 Prozent ĂŒber dem Dezember-Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019, also vor der Corona-Pandemie. Im Dezember wurde der höchste Wert des Jahres 2023 erreicht. Wie von der IWH-Insolvenzforschung im SpĂ€tsommer prognostiziert, wurde das vierte Quartal damit zum insolvenzstĂ€rksten Quartal des vorigen Jahres. Das vierte Quartal weist normalerweise die wenigsten Insolvenzen eines Jahres auf. Die Analyse des Instituts zeigt, dass in den grĂ¶ĂŸten zehn Prozent der Unternehmen, deren Insolvenz im Dezember gemeldet wurde, ca. 9.600 ArbeitsplĂ€tze betroffen waren. Die Zahl der betroffenen BeschĂ€ftigten in den grĂ¶ĂŸten zehn Prozent der Unternehmen liegt damit auf dem Niveau der Vormonate und dem eines durchschnittlichen Dezembers. Die meisten ArbeitsplĂ€tze entfallen im Dezember auf Insolvenzen in der Industrie und bei unternehmensnahen Dienstleistungen. "Die hohen Werte im Dezember markieren nicht das Ende steigender Insolvenzzahlen. FĂŒr die kommenden Monate erwarten wir weiter steigende Zahlen", sagte Steffen MĂŒller, Leiter der IWH-Abteilung Strukturwandel und ProduktivitĂ€t sowie der dort angesiedelten Insolvenzforschung.

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