Gesundheit, Weiter

Weiter deutlich weniger Krankenhaus-Behandlungen als vor Corona

28.09.2023 - 08:54:17

Die Zahl der stationĂ€r im Krankenhaus behandelten Patienten ist im Jahr 2022 gegenĂŒber dem Vorjahr um rund 63.000 oder 0,4 Prozent gegenĂŒber 2021 auf 16,8 Millionen gestiegen.

Damit lag die Zahl der stationÀren BehandlungsfÀlle weiterhin deutlich (-13,4 Prozent) unter dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019 von 19,4 Millionen, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. Pandemiebedingt war die Fallzahl in den Jahren 2020 und 2021 auf 16,8 beziehungsweise 16,7 Millionen gesunken.

In den deutschen KrankenhĂ€usern waren im Jahresdurchschnitt 480.382 Betten aufgestellt, darunter 26.327 Intensiv- und 7.672 Intermediate Care-Betten. Das waren 0,7 Prozent weniger Betten insgesamt und 3,6 Prozent weniger Intensivbetten als im Vorjahr. Die Betten insgesamt waren zu 69,0 Prozent ausgelastet, die Intensivbetten zu 68,7 Prozent. Im Jahr 2019 hatte die Bettenauslastung insgesamt noch bei 77,2 Prozent gelegen, in den Jahren 2020 und 2021 war sie auf 67,3 Prozent beziehungsweise 68,2 Prozent gesunken. Ein stationĂ€rer Krankenhausaufenthalt dauerte im Jahr 2022 durchschnittlich 7,2 Tage. Damit blieb die durchschnittliche Behandlungsdauer seit dem Jahr 2018 unverĂ€ndert. Die Dauer des Aufenthalts variierte jedoch in den unterschiedlichen Fachabteilungen. So lag die durchschnittliche Verweildauer in den Fachabteilungen Innere Medizin und Allgemeine Chirurgie, in denen die meisten FĂ€lle behandelt werden, im Jahr 2022 bei nur 5,2 beziehungsweise 5,3 Tagen. Zu den Fachabteilungen mit deutlich lĂ€ngerer Verweildauer gehören die Geriatrie mit 15,3 Tagen und die psychiatrischen Fachabteilungen mit Verweildauern zwischen 24,1 und 43,9 Tagen. Zum Jahresende 2022 wurden in den KrankenhĂ€usern insgesamt 207.294 BeschĂ€ftigte im Ă€rztlichen Dienst und 1.056.830 BeschĂ€ftigte im nichtĂ€rztlichen Dienst gezĂ€hlt, die in einem direkten BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnis zu den KrankenhaustrĂ€gern standen. Im Vorjahresvergleich stieg die Zahl der Ärzte damit um 2,0 Prozent und die Zahl der BeschĂ€ftigten im nichtĂ€rztlichen Dienst um 1,5 Prozent. Im Pflegedienst, der zum nichtĂ€rztlichen Bereich zĂ€hlt, wurden 509.289 BeschĂ€ftigte gezĂ€hlt, das waren 11.760 oder 2,4 Prozent mehr als zum Jahresende 2021. Umgerechnet auf VollzeitbeschĂ€ftigte (VollkrĂ€fte) - also unter BerĂŒcksichtigung der unterschiedlichen BeschĂ€ftigungsformen wie Voll- und Teilzeit sowie geringfĂŒgige BeschĂ€ftigung - waren im Ă€rztlichen Dienst im Jahresdurchschnitt 173.233 VollkrĂ€fte tĂ€tig. Der nichtĂ€rztliche Dienst verzeichnete 792.007 VollkrĂ€fte, darunter 376.444 im Pflegedienst. Die Zahl der VollkrĂ€fte im Ă€rztlichen Dienst stieg damit gegenĂŒber dem Vorjahr um 0,1 Prozent. Im nichtĂ€rztlichen Dienst nahm die Zahl der VollkrĂ€fte insgesamt um 0,8 Prozent zu, wobei der Anstieg im Teilbereich Pflegedienst bei 1,4 Prozent lag. Die Zahl der SchĂŒler sowie Auszubildenden, die seit dem Jahr 2005 stets gewachsen und 2021 auf 114.802 Personen gestiegen war, sank im Jahr 2022 um 955 oder 0,8 Prozent auf 113.847. Die Zahl der VollkrĂ€fte lag mit 36.775 allerdings um 6,5 Prozent ĂŒber dem Vorjahreswert, so die Behörde.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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