ZEW-Konjunkturerwartungen brechen wegen Nahost-Krieg ein
Veröffentlicht am: 17.03.2026 um 11:05 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deDie EinschĂ€tzung der aktuellen konjunkturellen Lage hat sich dagegen leicht verbessert. Der Lageindikator fĂŒr Deutschland liegt mit -62,9 Punkten um 3,0 Punkte ĂŒber dem Vormonatswert.
"Die Eskalation im Nahen Osten treibt die Energiepreise massiv nach oben und sorgt fĂŒr steigenden Inflationsdruck", sagte ZEW-PrĂ€sident Achim Wambach. FĂŒr die deutsche Wirtschaft wachse damit das Risiko, dass der begonnene Erholungstrend der Konjunktur ausgebremst werde. "Wie stark die Effekte ausfallen, hĂ€ngt von Dauer und IntensitĂ€t des Konflikts ab." Die Finanzmarktexperten seien aber skeptisch, dass es zu einem schnellen Ende des Konflikts kommen werde.
Kaum eine Branche erfĂ€hrt eine Verbesserung im MĂ€rz. Besonders betroffen von den negativen Entwicklungen sind die energieintensiven Branchen: Chemie- und Pharmaindustrie (-43,6 Punkte gegenĂŒber dem Vormonat), Automobilbranche (-34,3 Punkte gegenĂŒber dem Vormonat) und Maschinenbau (-35,5 Punkte gegenĂŒber dem Vormonat). Des Weiteren verzeichnen die Stahl- und Metallindustrie sowie das Baugewerbe ebenfalls starke RĂŒckgĂ€nge. Beim Letzteren könnte dies auch mit der Erwartung steigender Zinsen zusammenhĂ€ngen. Etwa 80 Prozent der Befragten rechnen mit Inflationsdruck sowohl in Deutschland als auch in der Eurozone.
Die Erwartungen fĂŒr die Eurozone verzeichnen einen starken RĂŒckgang im MĂ€rz und rutschen mit -8,5 Punkten in den negativen Bereich. Der Index liegt um 47,9 Punkte niedriger als im Februar. Die Bewertung der Lage verschlechtert sich. Diese liegt mit -29,9 Punkten um 16,3 Punkte unter dem Vormonatswert.
