Hoffnung auf Ende des Iran-Kriegs lÀsst ZEW-Index krÀftig steigen
16.06.2026 - 11:08:25 | dts-nachrichtenagentur.deDie EinschĂ€tzung der aktuellen konjunkturellen Lage erfĂ€hrt dagegen einen leichten RĂŒckgang. Der Lageindikator fĂŒr Deutschland liegt mit -81 Punkten um 3,2 Punkte unter dem Vormonatswert.
"Der ZEW-Index kehrt in den positiven Bereich zurĂŒck", kommentierte ZEW-PrĂ€sident Achim Wambach die aktuellen Ergebnisse. Die Experten setzten darauf, dass sich der Iran-Konflikt dem Ende nĂ€here. "Der massive Druck auf die Energiepreise und Inflation dĂŒrfte sich abschwĂ€chen. Dies kĂ€me der energieintensiven Industrie und den privaten Haushalten zugute, was die Binnennachfrage stĂ€rken wĂŒrde."
Die verbesserten Erwartungen spiegeln sich in den einzelnen Branchen wider. Der Saldo der Automobilindustrie, welche mehrere RĂŒckgĂ€nge in den vergangenen Monaten verzeichnet hat, steigt um 21,9 Punkte. Auch die Salden der Chemie- und Pharmaindustrie sowie des Maschinenbaus ziehen mit jeweils 16 Punkten bzw. 9,2 Punkten krĂ€ftig an. Die Erwartungen fĂŒr den Privatkonsum verbessern sich um 11,7 Punkte gegenĂŒber dem Vormonat.
Trotz der krĂ€ftigen Anstiege verbleiben die Salden dieser Branchen weiterhin im negativen Bereich. Die Baubranche verzeichnet einen RĂŒckgang im Juni - der Saldo sinkt um 15,2 Punkte auf einen Wert von -12 Punkte. Zu dieser Entwicklung dĂŒrfte unter anderem auch die jĂŒngste Zinsanhebung der EZB vom 11. Juni beigetragen haben.
Die Erwartungen fĂŒr die Eurozone verzeichnen derweil einen krĂ€ftigen Anstieg im Juni. Der Index liegt mit einem Saldo von 9,5 Punkten um 18,6 Punkte höher als noch im Mai. Die Bewertung der Lage bleibt negativ. Diese liegt mit -43,4 Punkten um 2,0 Punkte unter dem Vormonatswert.
