Digitale, Forensik

Digitale Forensik: KI-Agenten übernehmen Beweissicherung automatisch

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 02:33 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Exterro und Cellebrite stellen neue KI- und Drohnenlösungen für schnellere, skalierbare Forensik vor.

KI und Drohnen revolutionieren die digitale Beweissicherung
Digitale - Ein leuchtendes digitales Vorhängeschloss über einem Netzwerk von Datenpunkten, das digitale Forensik und Sicherheit symbolisiert. 10.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Zwei Neuigkeiten aus dieser Woche zeigen, wohin die Reise geht.

KI-Agenten übernehmen die Spurensuche

Exterro hat am 9. Juli eine neue Lösung namens ARMOUR for FTK vorgestellt. Sie nutzt agentenbasierte Künstliche Intelligenz, um Endgeräte fernzusteuern. Ermittler können Untersuchungen per natürlicher Sprache anweisen.

Die KI analysiert direkt am Gerät, in der Cloud oder in Kommunikationsverläufen. Manuelles Datensammeln und der Wechsel zwischen verschiedenen Tools entfallen. Laut Exterro ersetzt die Lösung drei bis sechs herkömmliche Einzelprogramme.

Zu den Aufgaben gehören Beweissicherung, Speicheranalyse und die Rekonstruktion von Zeitachsen. Ein entscheidender Vorteil: Die Analyse erfolgt vor der Datensicherung, was die zu erfassende Datenmenge reduziert. Entwickelt wurde das Tool mit Fortune-500-Unternehmen – speziell für Ransomware-Angriffe und Insider-Risiken. Bis zu 400 Fernabfragen pro Tag sollen möglich sein.

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Der Einsatz von KI-Systemen zur Spurensuche muss heute strikten gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act hilft Ihnen, Risikoklassen richtig einzuschätzen und alle Dokumentationspflichten rechtssicher zu erfüllen. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt

Drohnen-Daten fließen in die Forensik ein

Einen Tag zuvor, am 8. Juli, gab Cellebrite die Erweiterung einer exklusiven Partnerschaft mit SkySafe bekannt. Ziel ist die Integration von Drohnenerkennungsdaten in forensische Plattformen.

Ermittler können künftig Echtzeit-Flugdaten mit klassischen Beweisen verknüpfen. Das ermöglicht präzisere Analysen von Bedrohungen durch unbemannte Luftfahrzeuge. Die Kooperation zeigt: Unterschiedliche digitale Quellen müssen in einer zentralen Umgebung zusammenlaufen, um komplexe Sicherheitsvorfälle schnell aufzuklären.

Schneller, skalierbarer, aber auch anspruchsvoller

Beide Entwicklungen reagieren auf ein Grundproblem: Die Datenmengen wachsen rasant, herkömmliche Methoden sind zu langsam. Die neuen Ansätze setzen auf Geschwindigkeit und Skalierbarkeit.

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Neben neuen technologischen Möglichkeiten bringen KI-gestützte Werkzeuge auch neue rechtliche Pflichten mit sich, die viele Unternehmen noch nicht kennen. Ein kostenloser Report klärt auf, welche KI-Systeme als Hochrisiko gelten und was IT-Abteilungen jetzt konkret tun müssen. Welche KI-Systeme gelten als Hochrisiko – und was müssen Unternehmen jetzt konkret tun?

KI-Agenten könnten die Kosten für Datenerfassungen senken, so Branchenbeobachter. Besonders bei laufenden Cyberangriffen zählt jede Minute. Allerdings verlangen die neuen Werkzeuge auch neue Fähigkeiten: Die Qualität der Ergebnisse hängt maßgeblich von der präzisen Fragestellung in natürlicher Sprache ab. Und die rechtssichere Aufbereitung KI-generierter Beweise bleibt eine Grundvoraussetzung für den professionellen Einsatz.

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