Digitale Geschäftskonten: Froda und Kontist starten EU-Mikrofinanzierung
Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 10:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die EU garantiert Kredite für deutsche Selbstständige. Froda und Kontist by Shine bringen das erste vollautomatisierte Mikrofinanzierungsprodukt auf den Markt.
Kredit in Minuten statt Tagen
Am 28. Juli starteten die beiden Anbieter ein neues Angebot, das durch das EU-Programm InvestEU abgesichert ist. Die Kreditentscheidung fällt direkt in der Kontist-App – und zwar in wenigen Minuten. Die Bonitätsprüfung läuft automatisch über Zahlungs- und Buchhaltungsdaten.
Der Hintergrund: Viele Einzelunternehmer stecken in der Krise. Laut ifo Institut fürchtet jeder fünfte Selbstständige um seine wirtschaftliche Zukunft. Die EU-Garantie soll höhere Bewilligungsquoten ermöglichen. Deutschland ist nach Schweden der zweite Markt für dieses Modell.
Digitale Geschäftskonten im Wettbewerb
Auch bei den Konditionen für Geschäftskonten tut sich was. Qonto bietet seit dem Frühjahr einen kostenlosen Starter-Tarif für Freiberufler an. Das Modell umfasst ein virtuelles Konto und fünf monatliche SEPA-Transaktionen ohne Grundgebühr. Jede weitere Überweisung kostet 0,20 Euro.
Die Konten verzahnen sich zunehmend mit administrativen Prozessen. Integrierte Rechnungstools und Schnittstellen zur DATEV-Software sind bereits enthalten. Die Einlagen sind bis 100.000 Euro gesetzlich gesichert. Für physische Debitkarten fallen monatlich 5 Euro Zusatzgebühren an.
Die zunehmende Digitalisierung von Geschäftsprozessen bietet enorme Chancen, erfordert aber auch höchste Standards beim Datenschutz. Dieser kostenlose Experten-Report zeigt Ihnen, wie Sie Haftungsrisiken bei Dienstleistern minimieren und die DSGVO rechtssicher umsetzen. Gratis E-Book mit Vorlagen und Checklisten zum sofortigen Einsatz
Neue Prüfstandards für Datensicherheit
Der TÜV SÜD bietet seit dem 28. Juli SOC 2-Assessments verstärkt in Deutschland an. Der Prüfstandard bewertet Sicherheit, Verfügbarkeit und Vertraulichkeit. Besonders für Dienstleister mit US-Marktambitionen werden solche Nachweise wichtiger.
KI automatisiert Buchhaltung
BlackLine hat am 28. Juli sein System Verity Prepare für die allgemeine Nutzung freigegeben. Es basiert auf Multi-Agenten-KI und automatisiert manuelle Abschlussprozesse. Erste Anwender reduzierten die Zeit für manuelle Abgleiche um bis zu 92 Prozent.
E-Rechnungspflicht rückt näher
Ab dem 1. Januar 2027 greifen neue Regeln für Unternehmen mit über 800.000 Euro Jahresumsatz. Das BMF konkretisierte zudem die Anforderungen an die körperschaftsteuerliche Organschaft. Gewinnabführungsverträge müssen mindestens fünf Jahre laufen.
Neben der neuen E-Rechnungspflicht bringt das Wachstumschancengesetz ab 2024 weitere tiefgreifende Änderungen für Selbstständige und Unternehmen mit sich. Sichern Sie sich diesen Leitfaden, um steuerliche Fallstricke zu vermeiden und von 17 konkreten Vorteilen der Neuregelungen zu profitieren. Kostenlosen Spezial-Report zum Wachstumschancengesetz hier herunterladen
Ein Webinar am 20. August 2026 bereitet auf die Umstellung auf Formate wie XRechnung oder ZUGFeRD vor.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
