Digitale, PrÀvention

Digitale PrÀvention: RoMed Kliniken starten KI-Plattform Sundi

Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 06:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

RoMed Kliniken integrieren die KI-Plattform Sundi zur digitalen PrĂ€vention. Das Angebot umfasst 80 Sprachen und anonyme Chats fĂŒr Patienten.

RoMed Kliniken fĂŒhren KI-gestĂŒtzte PrĂ€ventionsplattform Sundi ein
Ein medizinischer Experte nutzt ein Tablet an einem modernen, höhenverstellbaren Schreibtisch in einer hellen Klinikpraxis. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die Digitalisierung der Gesundheitsvorsorge gewinnt in der klinischen Praxis zunehmend an Bedeutung. Ein aktuelles Beispiel fĂŒr diese Entwicklung ist die EinfĂŒhrung des digitalen PrĂ€ventionsangebots Sundi bei den RoMed Kliniken.

Das System, welches in Zusammenarbeit namhafter Institutionen entstand, zielt darauf ab, Patienten und Mitarbeitern einen niederschwelligen Zugang zu wissenschaftlich fundierten Gesundheitsinformationen zu ermöglichen. Die Implementierung dieser Plattform markiert einen weiteren Schritt in der Integration von kĂŒnstlicher Intelligenz in den Klinikalltag.

Wissenschaftliche Fundierung und internationale Kooperation

Hinter der Entwicklung von Sundi steht ein Konsortium aus Forschung und Praxis. Das Angebot wurde gemeinschaftlich vom Bosch Health Campus und der CharitĂ© – UniversitĂ€tsmedizin Berlin unter Beteiligung des Karolinska Institutet konzipiert. Ziel der Kooperation war es, ein digitales Werkzeug zu schaffen, das ĂŒber reine Information hinausgeht und eine interaktive Komponente bietet.

Das Angebot basiert auf wissenschaftlich geprĂŒften Inhalten zu zentralen Gesundheitsthemen. Hierzu gehören insbesondere die Bereiche Schlafhygiene, ErnĂ€hrung, körperliche Bewegung sowie StressbewĂ€ltigung. Durch die BĂŒndelung dieser Themen in einer digitalen Anwendung sollen prĂ€ventive Maßnahmen direkt dort verankert werden, wo Menschen bereits mit dem Gesundheitssystem in Kontakt treten – in den stationĂ€ren und ambulanten Einrichtungen.

Multilinguale KI-UnterstĂŒtzung und AnonymitĂ€t

Ein wesentliches Merkmal des neuen Dienstes ist die technologische UnterstĂŒtzung durch einen KI-Assistenten. Um der DiversitĂ€t der Patientengruppen gerecht zu werden, wurde das System so konfiguriert, dass es Informationen in 80 verschiedenen Sprachen bereitstellen kann. Dies soll Sprachbarrieren abbauen und sicherstellen, dass auch Patienten mit Migrationshintergrund oder internationalen Wurzeln fundierte RatschlĂ€ge zur GesundheitsprĂ€vention erhalten.

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Neben der Informationsvermittlung ermöglicht die Plattform anonymisierte Chats. Nutzer können sich hier zu den genannten Schwerpunktthemen wie Stress oder ErnĂ€hrung informieren, ohne persönliche Daten preisgeben zu mĂŒssen.

Dieser Fokus auf AnonymitĂ€t soll die Hemmschwelle senken, sich mit den eigenen Lebensgewohnheiten auseinanderzusetzen und frĂŒhzeitig prĂ€ventive RatschlĂ€ge einzuholen. Der Zugang zum Angebot wurde dabei bewusst einfach gestaltet: In den Kliniken stehen QR-Codes zur VerfĂŒgung, zudem ist die Plattform ĂŒber die Webadresse sundi.eu erreichbar.

Bedeutung fĂŒr den Klinikverbund RoMed

Die EinfĂŒhrung von Sundi betrifft alle Standorte des Klinikverbunds, namentlich Bad Aibling, Prien, Rosenheim und Wasserburg. FĂŒr die RoMed Kliniken stellt das Angebot eine ErgĂ€nzung zur klassischen medizinischen Versorgung dar. Mit etwa 4.000 Mitarbeitern und einer Versorgungsleistung von rund 200.000 Patienten pro Jahr verfĂŒgt der Verbund ĂŒber eine signifikante Reichweite in der Region.

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Die Bekanntgabe des neuen Angebots erfolgte Mitte August 2026. Durch die Bereitstellung digitaler Tools reagiert der Verbund auf den steigenden Bedarf an flexiblen Gesundheitslösungen. Experten beobachten in diesem Zusammenhang schon lĂ€nger einen trend, bei dem Kliniken nicht mehr nur als Orte der Akutbehandlung fungieren, sondern verstĂ€rkt eine Rolle in der langfristigen PrĂ€vention und Gesundheitsbildung ĂŒbernehmen.

Die Einbindung von Sundi zeigt, wie großflĂ€chige Klinikstrukturen von Kooperationen mit Forschungseinrichtungen profitieren können. Indem bewĂ€hrte Erkenntnisse aus Institutionen wie der CharitĂ© oder dem Karolinska Institutet in eine nutzerfreundliche KI-Anwendung ĂŒberfĂŒhrt werden, erreicht die wissenschaftliche PrĂ€ventionsarbeit eine breite Masse an Patienten direkt am Behandlungsort.

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