Projekte laufen, Marge fehlt
02.04.2026 - 08:30:05 | presseportal.deViele projektbasierte Unternehmen arbeiten agil und liefern fachlich exzellente Ergebnisse. Doch gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten zeigt sich, wie anfÀllig das ProjektgeschÀft sein kann. Die Auftragslage schwankt, der Kostendruck steigt und oft fehlt der klare Blick auf Ressourcen, Kosten und Projektfortschritt. Typisches Muster: das Projekt lÀuft operativ gut, das Budget neigt sich mit dem letzten Projektdrittel dem Ende zu, doch dann wird klar, dass der tatsÀchliche Aufwand deutlich höher ist als geplant.
Oder der Fokus auf Umsatz statt Wirtschaftlichkeit: Die AuftragsbĂŒcher sind voll, aber am Ende zeigt sich, dass die Marge deutlich niedriger ist als gedacht. Weil interne Abstimmungen, ZusatzaufwĂ€nde oder nicht kalkulierte TĂ€tigkeiten KapazitĂ€ten binden. HĂ€ufig kommt noch ein Excel-Patchwork hinzu: Projektplan in einer Tabelle, Zeitbuchungen in einer Insellösung, Reise- und Fremdkosten in anderen Systemen. Die Daten existieren, aber sie greifen nicht ineinander. Dann entsteht Projektblindflug.
Weshalb Erfahrung allein im Projektmanagement als Steuerungsinstrument nicht mehr ausreicht, erklĂ€rt Benny Hahn, Co-CEO der ZEP GmbH. ZEP zĂ€hlt zu den fĂŒhrenden Lösungen in den Bereichen Projektzeiterfassung, Professional Services Automation und Projekt-ERP.
Herr Hahn, wo stoĂen Sie in der Praxis am hĂ€ufigsten darauf, dass Unternehmen ihre Projekte nach "BauchgefĂŒhl" steuern und welche Kennzahlen sollten FĂŒhrungskrĂ€fte im Blick haben?
Gerade, wenn man sich Beratungen, Agenturen oder IT-Firmen anschaut, die schon lange im gleichen Themenfeld arbeiten oder ihre Projekte zu Pauschalpreisen verkaufen, wird deutlich: Die fachliche Arbeit ist hervorragend, die wirtschaftliche Steuerung der Projekte dagegen oft erstaunlich wenig ausgeprÀgt. Auch schauen viele Unternehmen beim Ist primÀr auf den Umsatz.
Die wichtigere Kennzahl aber ist der Rohertrag, also Umsatz minus projektbezogene Kosten, denn sie zeigt, ob ein Projekt tatsĂ€chlich wirtschaftlich erfolgreich ist. Beim Soll hingegen existiert meist nur ein Projektbudget bzw. eine bestimmte Zahl an Stunden. In der RealitĂ€t entstehen Abweichungen aber auf Teilprojekt- oder Mitarbeitendenebene. Genau dort sollten Projektverantwortliche regelmĂ€Ăig hinschauen.
Wie unterstĂŒtzt die datenbasierte Steuerung dabei?
Mit einem klar definiertem Soll und transparentem Ist. Denn wenn ich den Ertrag pro Kunde, pro Projekt und pro Mitarbeitendem analysiere, wird schnell sichtbar, wo wirtschaftliche StĂ€rken liegen und wo Projekte strukturell unter Druck geraten. ErgĂ€nzt wird das durch operative Kennzahlen wie den Anteil abrechenbarer Zeit pro Mitarbeitendem sowie durch einen rollierenden Forecast ĂŒber mehrere Wochen.
So werden KapazitĂ€tsrisiken frĂŒh sichtbar und Projekte bleiben steuerbar, auch wenn sich Rahmenbedingungen verĂ€ndern. Wenn Projektplanung, Zeitdaten, Ressourcensteuerung und Abrechnung zusammenlaufen, entsteht eine integrierte Datenbasis. Erst daraus wird wirtschaftliche Steuerung im ProjektgeschĂ€ft ĂŒberhaupt möglich.
Viele Mitarbeitende verbinden Datenerfassung zunÀchst mit Kontrolle. Wie kann sich der Blick hin zu "Daten als Entlastung" verschieben?
Das ist eine der gröĂten kulturellen HĂŒrden. Vor allem die Zeiterfassung wird oft mit Kontrolle oder lĂ€stiger Dokumentation verbunden. Entscheidend ist, dass die Erfassung einfach bleibt und zur Gewohnheit wird.
Komplexe Prozesse oder schwer bedienbare Tools fĂŒhren schnell dazu, dass Daten unvollstĂ€ndig oder verspĂ€tet entstehen. Genauso wichtig ist eine klare Struktur, bei der Angebot, Projektplanung und spĂ€tere Abrechnung identisch sind. Dadurch bleiben Aufwand, Fortschritt und Wirtschaftlichkeit jederzeit vergleichbar.
Also ohne saubere Datengrundlage gibt es keine belastbaren Kennzahlen ...
... und damit keine Grundlage fĂŒr belastbare Entscheidungen. Denn Projektentscheidungen sollten nicht allein auf der Erfahrung einzelner FĂŒhrungskrĂ€fte beruhen. Erfahrung ist wichtig, aber sie ist immer an einzelne Personen gebunden. Was aber passiert, wenn diese Person das Unternehmen verlĂ€sst? Oder wenn sich Projekte, Technologien oder GeschĂ€ftsmodelle verĂ€ndern?
Resilienz entsteht dort, wo Erfahrung in Form von Daten fĂŒr das gesamte Unternehmen verfĂŒgbar wird und Entscheidungen auf einer gemeinsamen Faktenbasis getroffen werden können.
Weitere Informationen zu den ZEP Lösungen: https://www.zep.de/professional-services-automation
Pressekontakt:
Name: Tanja Hartmann
E-Mail: tanja.hartmann@zep.de
Website: https://www.zep.de/
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