ROUNDUP, Trump

Trump ordnet Reserve von DigitalwÀhrungen an

07.03.2025 - 06:49:15

Donald Trump hat ein Versprechen aus dem PrĂ€sidentenwahlkampf in den USA eingelöst und die Bildung einer US-Reserve fĂŒr DigitalwĂ€hrungen angeordnet.

In einer strategischen Reserve sollen Einheiten der bekanntesten KryptowÀhrung Bitcoin gelagert werden, die sich bereits etwa durch Beschlagnahmungen in der Hand der US-Regierung befinden.

Dem amerikanischen DigitalwĂ€hrungs-Beauftragten David Sacks zufolge werden das Handels- und das Finanzministerium sich weitere Bitcoin fĂŒr diese Reserve beschaffen dĂŒrfen, allerdings ohne Kosten fĂŒr die Steuerzahler.

Zudem sollen demnach in einem weiteren Bestand andere DigitalwÀhrungen wie etwa Ethereum und Solana gelagert werden. Die US-Regierung werde aber nicht aktiv nach Wegen suchen, diese BestÀnde auszubauen.

Bitcoin fĂ€llt - Etwas ErnĂŒchterung nach Details

Die ersten Details zur US-Reserve fĂŒr DigitalwĂ€hrungen sorgen bei Anlegern an den KryptomĂ€rkten zunĂ€chst ein StĂŒck weit fĂŒr ErnĂŒchterung. Der Bitcoin fiel auf der Handelsplattform Bitstamp wieder unter die Marke von 90.000 US-Dollar und notierte zuletzt bei 88.102 Dollar.

Damit erholte er sich aber schon wieder etwas vom Tagestief, nachdem er in der Nacht in einer ersten Reaktion auf Details zur US-DigitalwÀhrungsreserve noch unter die Marke von 85.000 Dollar gerutscht war.

Bestand von rund 200.000 Bitcoin

Unter anderem durch Aktionen gegen Kriminelle sind bei der US-Regierung Zehntausende Bitcoin-Einheiten gelandet. Sacks zufolge wird der Bestand auf rund 200.000 Bitcoin geschĂ€tzt. Bei einem Kurs etwa 88.000 Dollar pro Bitcoin wĂŒrde das einem Wert von mehr als 17 Milliarden Dollar entsprechen.

US-PrĂ€sident Trump hatte sich im Wahlkampf DigitalwĂ€hrungen betont aufgeschlossen gezeigt und UnterstĂŒtzung in der Branche gewonnen. Die Regierung seines VorgĂ€ngers Joe Biden fuhr einen restriktiven Kurs gegenĂŒber DigitalwĂ€hrungen und warnte vor GeldwĂ€sche und dem Risiko einer Destabilisierung von FinanzmĂ€rkten. Nach Trumps Wahlsieg war unter anderem der Bitcoin-Kurs stark gestiegen.

Handelsstreitigkeiten drĂŒcken Stimmung

Der Bitcoin-Kurs war in der vergangenen Woche stark unter Druck geraten und von mehr als 96.000 Dollar phasenweise auf unter 80.000 Dollar eingebrochen. Hintergrund waren die von den USA angezettelten internationalen Handelsstreitigkeiten, die die Stimmung an den FinanzmĂ€rkten belasten und zu ZurĂŒckhaltung bei riskanten Anlageklassen gefĂŒhrt hatten.

In den vergangenen Tagen richteten sich die Blicke dann aber bereits wieder auf die erwartete Bekanntgabe der US-DigitalwĂ€hrungsreserve. Anleger hĂ€tten gehofft, dass sich Trump nicht nur abermals als Schutzherr fĂŒr Bitcoin und Co positionieren werde, "sondern das Fundament fĂŒr eine Symbiose zwischen der US-Regierung und der Kryptobranche gelegt wird", sagte Marktexperte Timo Emden von Emden Research.

@ dpa.de

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