Trumps, Attacke

Nach Trumps Attacke: EZB-Chefin springt US-Notenbankchef bei

23.04.2025 - 18:55:39 | dpa.de

Donald Trump macht Druck auf den Chef der US-Notenbank Fed und fordert Zinssenkungen. Die PrĂ€sidentin der EuropĂ€ischen Zentralbank springt ihm bei - und warnt vor großen wirtschaftlichen Folgen.

  • UnterstĂŒtzt den US-Notenbankchef gegen Trumps Attacken: EZB-PrĂ€sidentin Christine Lagarde. (Archivbild) - Foto: Andreas Arnold/dpa
    UnterstĂŒtzt den US-Notenbankchef gegen Trumps Attacken: EZB-PrĂ€sidentin Christine Lagarde. (Archivbild) - Foto: Andreas Arnold/dpa
  • Unter Druck von US-PrĂ€sident Trump: der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell. (Archivbild) - Foto: Erin Hooley/AP/dpa
    Unter Druck von US-PrÀsident Trump: der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell. (Archivbild) - Foto: Erin Hooley/AP/dpa
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Nach den Attacken von Donald Trump auf US-Notenbankchef Jerome Powell warnt EZB-PrÀsidentin Christine Lagarde vor politischer Einflussnahme auf die Geldpolitik. Wann immer es politische Einmischung gegeben habe und wann immer der Chef oder PrÀsident einer Zentralbank deshalb seine UnabhÀngigkeit verloren habe, seien ein geringeres Wirtschaftswachstum und gestiegene Inflation die Folge gewesen, sagte Lagarde auf einer Veranstaltung der «Washington Post», ohne Trump direkt zu erwÀhnen. «Das will niemand, und schon gar nicht dient es der Mission.»

«Das Talent und die Kompetenz des Fed-Vorsitzenden beruhigen mich», sagte die PrĂ€sidentin der EuropĂ€ischen Zentralbank weiter. «Und ich weiß, dass er all seine Anstrengungen und seine ganze Disziplin in die ErfĂŒllung seiner Mission steckt.» Sie habe «großen Respekt» vor Powell, sagte Lagarde. Er tue genau das, was von ihm erwartet werde, um dem amerikanischen Volk und der FinanzstabilitĂ€t zu dienen.

Trump will Zinssenkungen, aber Fed-Chef nicht entlassen

Die massive Kritik von Trump und Berichte ĂŒber ErwĂ€gungen der US-Regierung, Powell zu entlassen, hatten zuletzt Börsenturbulenzen ausgelöst. Trump hat mehrfach eine Zinssenkung gefordert und Powell als «Mr. Zu SpĂ€t» sowie einen «großen Loser» bezeichnet. Powell will die Zinsen wegen Inflationsrisiken nach Trumps Zoll-Rundumschlag vorerst nicht senken. Zuletzt betonte Trump, dass er nicht vorhabe, Powell zu entlassen. «Ich habe nicht die Absicht, ihn zu feuern», sagte Trump bei der Vereidigung des neuen Börsenaufsichts-Chefs Paul Atkins.

Ein US-PrĂ€sident kann den Chef der Notenbank nicht ohne Weiteres entlassen – Powell selbst hatte das im November klargestellt, kurz nachdem Trump die PrĂ€sidentschaftswahl gewonnen hatte. 

Lagarde war Powell schon vergangene Woche nach dem Zinsentscheid der EZB Powell beigesprungen und hatte ihn als «geschÀtzten Kollegen und Freund» bezeichnet.

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