Autoaktien, US-Zöllen

Autoaktien brechen wegen US-Zöllen ein

03.02.2025 - 12:14:11 | dpa.de

Donald Trumps Zolloffensive gegen Importe aus Mexiko, Kanada und China hat Folgen fĂŒr deutsche Autobauer - an der Börse .

Autoaktien verlieren nach dem Bekanntwerden von Trumps ZollplÀnen an der Börse - besonders VW (Archivbild) - Foto: Sina Schuldt/dpa
Autoaktien verlieren nach dem Bekanntwerden von Trumps ZollplÀnen an der Börse - besonders VW (Archivbild) - Foto: Sina Schuldt/dpa

Ein drohender Handelskrieg der USA mit wichtigen Handelspartnern lĂ€sst Auto- und Lkw-Aktien absacken. Die Papiere von BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen fielen am Montagvormittag zeitweise um fĂŒnf bis 7 Prozent. Die Papiere der Lkw-Hersteller Daimler Truck und Traton bĂŒĂŸten ebenfalls deutlich ein, und auch die Aktienkurse von Zulieferern wie Continental und Knorr-Bremse fielen.

US-PrÀsident Donald Trump verhÀngte am Wochenende auf Importe aus den NachbarlÀndern Mexiko und Kanada Zölle in Höhe von 25 Prozent, nur auf Energie-Einfuhren aus Kanada 10 Prozent. Auf alle Einfuhren aus China werden zusÀtzlich 10 Prozent fÀllig. Und die EU könnte bald folgen.

Das Problem: Die großen deutschen Auto-Hersteller und auch viele Zulieferer nutzen Mexiko als Produktionsstandort - und bedienen von dort aus den US-Markt. VW, Audi und BMW haben in dem Land eigene Fabriken, Mercedes-Benz produziert in einem Gemeinschaftswerk mit Nissan.

Geteilte Meinungen ĂŒber Folgen fĂŒr Autobauer

Analyst Philippe Houchois vom Investmenthaus Jefferies sieht allerdings weniger die deutschen Hersteller betroffen, als vielmehr die großen US-Autokonzerne. Die US-Einfuhrzölle dĂŒrften die Fahrzeugpreise in den USA beziehungsweise die Produktionskosten um durchschnittlich 6 Prozent steigen lassen, falls es nicht zu einer raschen Deeskalation komme, sagte er.

Vergleichsweise geringere Gefahren sieht der Jefferies-Fachmann - allerdings auf Basis einer frĂŒheren Analyse - wegen der globaleren Aufstellung etwa bei Volkswagen. BMW sowie Mercedes-Benz seien wertmĂ€ĂŸige Netto-Exporteure aus den USA, gibt er zu Bedenken. Jose Asumendi, Analyst bei der Bank JPMorgan, sieht hingegen die grĂ¶ĂŸeren Auswirkungen bei Daimler Truck, Volkswagen, Traton und Stellantis.

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