dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 07.10.2026 - 17.00 Uhr
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 17:04 Uhr | dpa, AD HOC NEWSROUNDUP: IWF rechnet mit anhaltend hohen Energiepreisen
SINGAPUR - Die hohen Energiepreise infolge des Iran-Kriegs werden nach Aussage von IWF-Chefin Kristalina Georgiewa noch einige Zeit bestehen bleiben. "Der Preisdruck könnte sich weiter verstärken, da die Nachfrage mit dem Beginn der kalten Jahreszeit auf der Nordhalbkugel steigt und die Länder ihre Reserven wieder auffüllen", warnte Georgiewa laut Redemanuskript in Singapur. Selbst wenn der Konflikt bald ende, dürften die Preise bis 2027 hoch bleiben, sagte sie vor der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank, die kommende Woche in Bangkok beginnt.
ROUNDUP 2/Ifo: Tankrabatt bisher nur teilweise weitergegeben
MÜNCHEN - Der Tankrabatt wird laut Ifo-Institut und ADAC bisher nur teilweise an die Verbraucher weitergegeben. "Beim Diesel haben die Tankstellen in den ersten fünf Tagen von den 17 Cent Steuersenkung je Liter durchschnittlich 15 Cent weitergegeben. Beim Superbenzin E5 waren es durchschnittlich gut 16 Cent und bei Super E10 15 Cent", sagt Ifo-Experte Florian Neumeier.
Reiche: Wachstum steht auf wackligen Beinen
BERLIN - Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche betont trotz einer erwarteten höheren Konjunkturprognose der Bundesregierung die Notwendigkeit von Strukturreformen. Die CDU-Politikerin sagte im Bundestag, das Wachstum stehe noch auf wackligen Beinen. "Die Lage bleibt fragil." Deutschland werde von externen Krisen wie dem Iran-Konflikt belastet. "Aber wir haben vor allem auch Hausaufgaben zu machen."
ROUNDUP 2: Kabinett zieht Zwischenbilanz zu Bürokratieabbau
BERLIN - Die Bundesregierung will Berichtspflichten, die viele Unternehmen belasten, um 30 Prozent verringern. Das sagte Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) anlässlich der Vorlage eines Zwischenberichts zur Staatsmodernisierung im Bundeskabinett in Berlin. Für ein sogenanntes Berichtsentlastungsgesetz sollen demnach im Dezember Eckpunkte vorgelegt werden.
ROUNDUP: Deutsche Produktionsdaten überraschend positiv
WIESBADEN - Die Lage bei den produzierenden Unternehmen in Deutschland hat sich im August besser als erwartet entwickelt. Die Gesamtproduktion zog im August im Vergleich zum Juli vor allem wegen einer guten Entwicklung im Baugewerbe saison- und kalenderbereinigt um 2,0 Prozent an, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten im Schnitt lediglich mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet. Im Juli war die Produktion noch um 1,2 Prozent gefallen. Am Dienstag noch hatten Zahlen zu den Auftragseingängen enttäuscht.
Einsetzung der Pflegekommission verzögert sich
BERLIN - Die von der schwarz-roten Koalition angekündigte Einsetzung einer Expertenkommission zur Zukunft der Pflege verzögert sich. Im Kabinett gab es keinen Beschluss dazu, wie der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin sagte. Er verwies auf "letzten Beratungsbedarf", der nicht mehr vor der Sitzung zu klären gewesen sei. Geplant sei ein Beschluss nun bis zur kommenden Woche. Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) hatte die Einsetzung des Gremiums am Mittwoch in Aussicht gestellt.
Klima: Dutzende Staaten für Abkehr von Öl, Kohle und Gas
NADI - Vier Wochen vor der Weltklimakonferenz in der Türkei haben Dutzende Staaten bei einem Vorbereitungstreffen im Südpazifik mehr Ehrgeiz im Kampf gegen die Erderhitzung gefordert - insbesondere die schrittweise Abkehr von Kohle, Öl und Gas. In einer gemeinsamen Erklärung pochen die Minister und Regierungsvertreter zudem darauf, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase "stark, schnell und nachhaltig" herunterzufahren sowie die Kapazität erneuerbarer Energien bis 2030 weltweit zu verdreifachen - so wie es vor drei Jahren von fast 200 Staaten im Konsens auf der UN-Klimakonferenz in Dubai vereinbart wurde.
Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
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