Dramatischer, RĂŒckgang

Dramatischer RĂŒckgang der Immobilienpreise - Investor verrĂ€t, warum man mit dem Kauf nicht mehr warten sollte

23.10.2023 - 10:13:33

DĂŒsseldorf - Der Immobilienmarkt erlebt ein PhĂ€nomen, das kaum jemand prĂ€sent auf dem Schirm hat: ein dramatischer RĂŒckgang der Preise fĂŒr Wohnimmobilien im zweiten Quartal. Da die Immobilienpreise in der Vergangenheit scheinbar unaufhörlich in die Höhe gestiegen sind, stellt sich nun die Frage: Geht das noch weiter so - oder soll man zuschlagen?

"Eine Sache ist sicher: Die Preise werden nicht wesentlich weiter fallen", verrĂ€t Immobilieninvestor Thorsten Bader. "Das liegt unter anderem daran, dass viele kleinere BautrĂ€ger im Neubaubereich in den nĂ€chsten Monaten Insolvenz anmelden werden. Grund dafĂŒr ist, dass Banken ihre Anforderungen verschĂ€rft haben und mehr Eigenkapital fordern, um ihr Risiko zu minimieren." FĂŒr wen sich der Immobilienkauf lohnt und worauf es dabei zu achten gilt, verrĂ€t er nachfolgend.

Immobilienpreise auf dem Niveau von 2022 - Anstieg aber bereits in Sicht

Insgesamt war bei den Preisen fĂŒr Wohnimmobilien im zweiten Quartal 2023 ein RĂŒckgang von rund 10 Prozent zu verzeichnen. Bedingt durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Bauzinsen und die wirtschaftliche Unsicherheit der letzten Jahre sind immer weniger Menschen bereit, Wohnimmobilien zu erwerben. Indes liegen die Preise wieder auf dem Niveau, auf dem sie zuletzt Anfang 2022 waren.

Wer eine Immobilie erstehen will, sollte dies also jetzt tun, bevor die Preise wieder in die Höhe schnellen. Dass dies bald passieren wird, ist bereits absehbar. So zeichnet sich schon jetzt eine Pleitewelle in der Baubranche ab, die mittelfristig dazu fĂŒhren wird, dass sich Angebot und Nachfrage wieder auf einem höheren Niveau einpendeln.

Weitere Insolvenzen im Jahr 2024 zu erwarten

Die ersten VorlĂ€ufer der großen Pleitewelle sind sogar bereits in vielen Teilen Deutschlands erkennbar. Alleine in DĂŒsseldorf mussten schon drei große Projektentwickler und einige kleinere BautrĂ€ger Insolvenz anmelden - weitere werden mit hoher Wahrscheinlichkeit in KĂŒrze folgen. Dies hat aktuell noch zur Folge, dass sich der Immobilienkauf fĂŒr Privatkunden wieder lohnt.

In nÀherer Zukunft wird sich dieses PhÀnomen jedoch ins Gegenteil verkehren. Konkret ist zu erwarten, dass sich die Zahl der InsolvenzfÀlle zunÀchst zum Jahresende verringern wird, bevor im Jahr 2024 die nÀchste Pleitewelle anrollt. Dadurch wird es schon im kommenden Jahr weniger Baufirmen geben - es wird also nicht mehr möglich sein, zu den aktuellen Preisen zu bauen und die stÀndige Nachfrage nach Wohnraum zu decken.

Banken stÀrker auf Absicherung bedacht

Im Lichte der aktuellen Wirtschaftslage stellen auch die Banken erhöhte Anforderungen fĂŒr Darlehen zur Baufinanzierung, um das zusĂ€tzliche Risiko zu kompensieren. Bankkunden, die eine Immobilie kaufen wollen, mĂŒssen beispielsweise einen wesentlich grĂ¶ĂŸeren Anteil an Eigenkapital nachweisen, um eine gĂŒnstige Finanzierung zu erhalten, wĂ€hrend vielerorts Neubewertungen eingefordert werden.

Wer diese Kriterien nicht erfĂŒllen kann, ist somit nicht mehr in der Lage, eine Immobilie zu erwerben oder selbst zu bauen. Die Folge: Da aktuell insgesamt weniger gebaut wird, wird in Zukunft das Angebot an Neubauimmobilien und sanierten Altbauten sinken - die Preise werden also wieder ansteigen.

Kaufen lohnt sich wieder - sofern das Eigenkapital ausreicht

FĂŒr diejenigen, die vom Eigenheim trĂ€umen oder Immobilien als Kapitalanlage erstehen wollen, ist es also Ă€ußerst empfehlenswert, nach geeigneten Angeboten Ausschau zu halten, bevor es zu spĂ€t ist. Insbesondere Immobilien am Rand von BallungsrĂ€umen oder GroßstĂ€dten wie DĂŒsseldorf, Köln, MĂŒnchen und Hamburg sind dabei von Interesse. Diese sind nĂ€mlich aktuell noch relativ preisgĂŒnstig zu haben und versprechen eine erhebliche Wertsteigerung in naher Zukunft.

Beim Kauf ist jedoch zu beachten, dass mehr Eigenkapital benötigt wird als in den Vorjahren - je nach Konditionen der Bank sollten KĂ€ufer in der Lage sein, 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises aus eigener Tasche zu zahlen. Um gĂŒnstig an Immobilien zu kommen, sollten diese zudem möglichst kurzfristig finanziert werden - maximal auf 5 Jahre. Dies ermöglicht es, die monatliche Belastung ĂŒberschaubar zu halten. FĂŒr Kapitalanleger wird es zudem attraktiv, mit einem Disagio zu finanzieren. Das ist eine Zinsvorauszahlung, die die monatliche Belastung drĂŒckt und sie kann voll von der Steuer abgesetzt werden. So profitiert der Kapitalanleger bei der Steuer und Wertsteigerung der Immobilie durch die Inflation.

Über Thorsten Bader und Immobilien-Erfahrung.de:

Thorsten Bader ist der GrĂŒnder der Plattform Immobilien-Erfahrung - einem Projekt der B&B Optimal GmbH, mit dem er sich zusammen mit seinem Team auf die Wissensvermittlung zum Thema Immobilien spezialisiert hat. Als GeschĂ€ftsfĂŒhrer der B&B Optimal GmbH hat sich Thorsten Bader der Aufgabe verschrieben, Immobilien-Interessierten möglichst viel Wissen von erfahrenen Profis zur VerfĂŒgung zu stellen. Mehr Informationen dazu unter: https://www.immobilien-erfahrung.de/

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