KammerprÀsident, StabilitÀt

KammerprĂ€sident fordert StabilitĂ€t fĂŒr Apotheken in extrem turbulenten Zeiten / Die Krise der Ampel darf HĂ€ngepartie bei Reformen nicht verlĂ€ngern / Kammer und MAGS sind sich einig: Kein Weiter so

14.11.2024 - 17:26:29

DĂŒsseldorf - Die Regierungskrise in Berlin und ihre Auswirkungen - damit beschĂ€ftigten sich die Delegierten bei der 2. Sitzung der XVIII. Kammerversammlung der Apothekerkammer Nordrhein. "Wir sorgen in extrem turbulenten Zeiten fĂŒr StabilitĂ€t: Apotheken sind niedrigschwelliger Anlaufpunkt in allen Fragen der Gesundheit - und dazu auf einem Honorarniveau wie vor 20 Jahren. Jeden Monat schließen auch in NRW mehr und mehr Apotheken", warnte KammerprĂ€sident Dr. Armin Hoffmann. "Es droht eine nicht enden wollende HĂ€ngepartie bei dringend nötigen Reformen - das können wir uns nicht leisten und auch den Patientinnen und Patienten im Land nicht zumuten." LieferengpĂ€sse, mickrige Erlöse, FachkrĂ€ftemangel - die Sorgen und Nöte sind real und bedrohen die Versorgung der Menschen mit Arzneimitteln. In seiner Analyse ging er auch auf den demografischen Wandel und die damit einhergehenden gravierenden VerĂ€nderungen ein, die in den nĂ€chsten Jahren insgesamt im Gesundheitssystem nötig werden. "DarĂŒber will kein Politiker gerne reden - aber das wird sich auf Dauer nicht vermeiden lassen. Da kommen noch kritische Zeiten auf uns zu."

In seiner Keynote sprang Prof. Dr. Frank Stollmann, Leitender Ministerialrat im Ministerium fĂŒr Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, den Standesvertretern zur Seite. "Die Apothekerschaft braucht Planungssicherheit, das sehen wir im Ministerium ganz genau so." Ein "Weiter so" könne es nicht geben. "Zwar sehen auch wir natĂŒrlich die ZwĂ€nge der GKV - eine Anpassung des Honorars der Apotheken ist aber wichtig."

In mancherlei Hinsicht befĂ€nden sich die Kassen in derselben desolaten Situation wie die Apotheken - etwa bei den versicherungsfremden Leistungen, die von der Bundespolitik oktroyiert wĂŒrden. Stollmanns Keynote zur Rolle der Vor-Ort-Apotheken fĂŒr die Sicherstellung der Arzneimittelversorgung der Menschen in NRW - und dem Leitbild des Apothekers in seiner Apotheke - fand breite Zustimmung unter den Delegierten.

Den dringend nötigen Wandel, ein nie gekannter Transformationsprozess, mĂŒssten nun auch die Apotheken selbst mit ihrer Standesvertretung einleiten. "Mit unseren Positionspapieren zur Telepharmazie und Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) haben wir da schon die ersten wichtigen und richtigen Impulse gesetzt", sagte KammerprĂ€sident Dr. Armin Hoffmann. Genau dafĂŒr seien Kammern und VerbĂ€nde ja da. "In unseren AusschĂŒssen spielt die Musik und da wird in dieser neuen Legislaturperiode viel passieren." Dabei setzt Dr. Armin Hoffmann auf Kooperation; mit anderen Landesapothekerkammern und anderen VerbĂŒndeten gelte es, sich bei der Bundespolitik Gehör zu verschaffen - im bevorstehenden Wahlkampf und danach.

Neben kritischen und kĂ€mpferischen Themen und Diskussionen standen am Mittwoch auch Ehrungen auf der Tagesordnung der Tagung in einem Neusser Hotel. Prof. Dr. Herbert Limpens, der ĂŒber viele Jahre als Hauptwahlleiter die Kammerwahlen in Nordrhein organisiert hatte, wurde mit der höchsten Auszeichnung, der Ehrengabe der Apothekerkammer Nordrhein, geehrt. FĂŒr ihr langjĂ€hriges Engagement fĂŒr die berufsstĂ€ndische Selbstverwaltung wurden viele Apothekerinnen und Apotheker mit der Ehrennadel in Bronze, Silber und Gold geehrt (Liste anbei).

Der Haushalt der Kammer wurde von den Mitgliedern der Kammerversammlung einstimmig verabschiedet. Wie in den Vorjahren ist es dem Haushalts- und Finanzausschuss der Kammer in Zusammenarbeit mit der GeschĂ€ftsstelle auch fĂŒr 2025 erneut gelungen, einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen.

Die Berichte der neu konstituierten AusschĂŒsse wurden von den Delegierten mit großem Interesse verfolgt.

Über uns: Apothekerkammer Nordrhein

Die Apothekerkammer Nordrhein (AKNR) ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts TrĂ€gerin der berufsstĂ€ndischen Selbstverwaltung der Apothekerinnen und Apotheker, die in den Regierungsbezirken Köln und DĂŒsseldorf arbeiten oder leben. Sie vertritt die Interessen der ĂŒber 12.000 Kammerangehörigen, die in öffentlichen Apotheken, KrankenhĂ€usern, Wissenschaft, Industrie und Verwaltung oder bei der Bundeswehr tĂ€tig sind. Die Apotheke vor Ort ĂŒbernimmt eine hoheitliche Aufgabe: die sichere, vom Heilberuf getragene, wohnortnahe Versorgung der Menschen mit Arznei- und Hilfsmitteln, 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr.

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