PCC, BakkiSilicon

PCC BakkiSilicon hf. erhĂ€lt ISCC Carbon Footprint Certification fĂŒr kritischen Rohstoff Silizium / PCC-Gesellschaft erster Siliziumproduzent mit ISCC-Zertifikat fĂŒr Treibhausgas-Fußabdruck

04.09.2024 - 10:55:46

Duisburg / HĂșsavĂ­k - Der islĂ€ndische Siliziummetall-Produzent PCC BakkiSilicon hf. hat als weltweit erstes Unternehmen der Branche eine Zertifizierung der Treibhausgasbilanz fĂŒr Siliziummetall gemĂ€ĂŸ dem neuen Standard ISCC Carbon Footprint Certification (CFC) erhalten. ISCC (International Sustainability and Carbon Certification) ist ein renommiertes Zertifizierungssystem fĂŒr nachvollziehbar nachhaltige Lieferketten. Dennoch steht die PCC BakkiSilicon hf. wegen des direkten Wettbewerbs mit China, wo Silizium mit einem vielfachen CO2-Ausstoß und teilweise in Zwangsarbeit produziert und zu Dumpingpreisen exportiert wird, unter starkem wirtschaftlichen Druck und fordert politische UnterstĂŒtzung.

Nach einem Audit am Produktionsstandort in HĂșsavĂ­k durch eine unabhĂ€ngige Zertifizierungsstelle bestĂ€tigt das Zertifikat einen Treibhausgas-Fußabdruck von 3.102,56 Kilogramm Kohlendioxid-Äquivalent (CO2e) pro produzierter Tonne Siliziummetall im zwölfmonatigen Referenzzeitraum vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023. Die PCC BakkiSilicon hf. stellt Siliziummetall in Island ausschließlich unter Verwendung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen (vor allem Geothermie) her.

"Dass unsere Tochtergesellschaft als Vorreiter der Branche weltweit nach der Carbon Footprint Certification (CFC) von ISCC auditiert wurde, bestĂ€tigt uns in unserer Strategie, mit der PCC BakkiSilicon hf. weltweit MaßstĂ€be in Sachen Klimaschutz zu setzen", erklĂ€rt Dr. Peter Wenzel, Vorstandsvorsitzender und CEO der PCC SE, der Duisburger Muttergesellschaft der PCC BakkiSilicon hf. "Unsere Produktion in Island liegt mit einem zertifizierten Carbon Footprint von 3,1 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Kilogramm Silizium um etwa einen Faktor 3,5 unter dem weltweiten Branchenmittel von 10,9 Kilogramm CO2-Äquivalent - wobei insbesondere die Emissionen chinesischer Hersteller, die den Weltmarkt mit Dumpingpreisen beherrschen, nach unserer EinschĂ€tzung noch weit darĂŒber liegen."

Silizium ist unabdingbar zur Herstellung von Photovoltaikmodulen und auch fĂŒr weitere Hochtechnologie- und Klimaschutzanwendungen. So entwickelt das PCC-Startup PCC Thorion GmbH aktuell ein hocheffizientes Batterie-Anodenmaterial auf Basis von Silizium-Nanopulver. Da die Siliziumproduktion sehr energieintensiv ist, spielen die mit der Energiebereitstellung verbundenen Emissionen eine wichtige Rolle bei der Gesamtklimabilanz und daher bei ihrer EffektivitĂ€t zum Klimaschutz. Mit ihrem niedrigen Carbon Footprint aufgrund der Produktion auf Basis erneuerbarer Energiequellen, setzt die PCC BakkiSilicon hf. hierbei den weltweiten Benchmark.

"Dennoch wird das von PCC in Island nachhaltig hergestellte Material bei Abnehmern in Europa in der Regel nicht an Kriterien wie Nachhaltigkeit oder Klimaschutz, sondern immer noch allein am Preis gemessen", erklĂ€rt Peter Wenzel. "PCC fordert daher seit Jahren UnterstĂŒtzung auf politischer Ebene gegen diesen unfairen Wettbewerb durch klimaschĂ€dliches und zum Teil unter Verletzung von Menschenrechten produziertes Billig-Silizium." Wenzel verweist vor diesem Hintergrund auch darauf, dass der Bau der 2018 in Betrieb genommenen Anlage in Island aufgrund ihrer rohstoffpolitischen Bedeutung fĂŒr die deutsche Industrie vom Bund gefördert worden war.

Die dem nun der PCC BakkiSilicon hf. verliehenen ISCC-Carbon Footprint Zertifikat zugrunde liegende Analyse des CO2-Fußabdrucks wurde gemĂ€ĂŸ den ISCC-Richtlinien fĂŒr Treibhausgasberechnungen und dem neuen Zertifizierungsansatz fĂŒr den CO2-Fußabdruck von Produkten aus der Siliziummetall-Produktion durchgefĂŒhrt. Der Geltungsbereich des Zertifikats umfasst die Systemgrenzen von "cradle-to-gate", beinhaltet also die gesamte Produktion einschließlich Rohstoff- und Energieversorgung, Transport und Herstellung. Das Referenzprodukt ist eine Tonne Siliziummetall, produziert in den Jahren 2022 und 2023.

Kurzportrait der PCC SE

Die PCC SE mit Hauptsitz in Duisburg ist die Beteiligungsholding der weltweit tĂ€tigen PCC-Gruppe mit rund 3.300 Mitarbeitenden. Ihre Konzerngesellschaften verfĂŒgen ĂŒber Kernkompetenzen in der Produktion von chemischen Rohstoffen und Spezialchemikalien, Silizium und Silizium-Derivaten sowie im Bereich Containerlogistik. Im Konzernsegment Silizium & Derivate betreibt die Konzerngesellschaft PCC BakkiSilicon hf. in Island eine der weltweit modernsten Siliziumanlagen. Als langfristig orientierter Investor konzentriert sich die PCC SE darauf, durch nachhaltige Investitionen die Unternehmenswerte ihrer Beteiligungen kontinuierlich zu steigern und bestĂ€ndig neue Werte zu schaffen. Die grĂ¶ĂŸten Chemieproduzenten der PCC-Gruppe sind die PCC Rokita SA, ein bedeutender Chlor-Hersteller und Osteuropas fĂŒhrender Produzent von Polyolen, sowie die PCC Exol SA, einer der modernsten Tenside-Produzenten in Europa. GegrĂŒndet wurde PCC 1993 von Waldemar Preussner, AlleinaktionĂ€r der PCC SE, der heute den Vorsitz im Aufsichtsrat innehat. Im GeschĂ€ftsjahr 2023 erzielte die PCC-Gruppe mit einem Konzernumsatz von 994 Millionen EUR ein Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 112 Millionen EUR. Das Investitionsvolumen belief sich 2023 auf 142 Millionen EUR. Weitere Informationen ĂŒber PCC finden Sie unter https://www.pcc.eu.

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