ROUNDUP, Trump

Trump erhöht Druck auf Notenbankchef - 'nicht zufrieden'

17.04.2025 - 20:47:37

(durchgehend aktualisiert mit neuen Äußerungen Trumps)WASHINGTON - Inmitten der anhaltenden Debatte ĂŒber seine aggressive Zollpolitik hat US-PrĂ€sident Donald Trump den Druck auf Notenbankchef Jerome Powell erneut erhöht.

(durchgehend aktualisiert mit neuen Äußerungen Trumps)

WASHINGTON (dpa-AFX) - Inmitten der anhaltenden Debatte ĂŒber seine aggressive Zollpolitik hat US-PrĂ€sident Donald Trump den Druck auf Notenbankchef Jerome Powell erneut erhöht. "Wenn ich ihn raus haben will, ist er schnell weg", sagte Trump wĂ€hrend eines Treffens mit Italiens MinisterprĂ€sidentin Giorgia Meloni im Weißen Haus. "Ich glaube nicht, dass er seine Aufgabe erfĂŒllt. Er ist zu spĂ€t dran. Immer zu spĂ€t", sagte der Republikaner weiter. Er sei "nicht zufrieden" mit Powell, erlĂ€uterte Trump und wiederholte seine Forderung: "Die ZinssĂ€tze sollten jetzt niedriger sein."

Die Frage, ob er versuche, ihn zu feuern, beantwortete Trump zwar nicht direkt. Bereits am Morgen (Ortszeit) hatte er allerdings auf seiner Plattform Truth Social scharfe Kritik an Powell geĂŒbt und dessen Absetzung gefordert.

Lagarde stĂŒtzt Powell

Verbale Hilfe bekam Powell daraufhin von EZB-PrĂ€sidentin Lagarde. Sie habe viel Respekt fĂŒr ihren "geschĂ€tzten Kollegen und Freund" Powell, sagte Lagarde nach dem EZB-Zinsentscheid in Frankfurt. "Wir pflegen eine stetige feste Beziehung unter Zentralbankern." Diese Beziehung sei entscheidend, um eine solide Finanzinfrastruktur zu haben und FinanzstabilitĂ€t zu erreichen. Man habe gezeigt, dass man handeln könne auf dieser Grundlage von Beratungen und dem VerstĂ€ndnis von Finanzrisiken und werde das sicher unverĂ€ndert weiter tun, sagte Lagarde.

Nicht die erste Attacke gegen Powell

Trump hatte Powell 2017 selbst fĂŒr dessen erste Amtszeit als Fed-Chef nominiert, ihn spĂ€ter jedoch wegen aus seiner Sicht zu zögerlicher Zinssenkungen öffentlich attackiert. FĂŒr eine zweite Amtszeit nominierte ihn dann PrĂ€sident Joe Biden. Bereits damals zog Trump Berichten zufolge in ErwĂ€gung, Powell zu feuern. Wegen rechtlicher Bedenken sei das aber verworfen worden.

Powell: "Das ist gesetzlich nicht zulÀssig"

Ein US-PrÀsident kann den Chef der Notenbank nicht ohne Weiteres entlassen - auch Powell selbst hatte das im November noch einmal klargestellt, kurz nachdem Trump die PrÀsidentschaftswahl gewonnen hatte. Auf die Frage, ob der PrÀsident ihn absetzen könne, antwortete Powell damals knapp: "Das ist gesetzlich nicht zulÀssig." Seine Amtszeit endet regulÀr im Jahr 2026 - dann kann Trump einen neuen Fed-Chef nominieren. Er hatte bereits erklÀrt, dass er Powell nicht erneut nominieren werde.

Powell hat angesichts Trumps aggressiver Zollpolitik vor höherer Inflation und langsamerem Wirtschaftswachstum gewarnt. Die nĂ€chste Leitzinsentscheidung der Federal Reserve steht im Mai an. Trump fordert von Powell immer wieder, die hohen Zinsen zu senken. Allgemein wird aber erwartet, dass die Notenbank den Leitzins bei ihrer nĂ€chsten Sitzung nicht antastet. Trump sorgt mit zahlreichen ZollankĂŒndigungen, -rĂŒcknahmen und einer insgesamt erratischen Handelspolitik fĂŒr große Unsicherheit. An den FinanzmĂ€rkten hatte dies zeitweise heftige Marktturbulenzen zur Folge.

@ dpa.de

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