E-Auto-Förderung, AntrÀge

E-Auto-Förderung: 32.911 AntrÀge bis Mai, Wechselrate auf 7,5%

29.05.2026 - 08:39:44 | boerse-global.de

Staatliche KaufprĂ€mie fĂŒr E-Autos lĂ€sst Wechselrate im ersten Quartal auf 7,5 Prozent steigen. Besonders Mieter und junge Familien profitieren.

Wiener Mietenrechner erhalten Update fĂŒr 2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de
Wiener Mietenrechner erhalten Update fĂŒr 2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Im ersten Quartal 2026 entschieden sich 7,5 Prozent aller privaten Fahrzeugwechsler fĂŒr ein reines E-Auto – ein deutlicher Sprung gegenĂŒber dem Jahresdurchschnitt 2025 von 5,5 Prozent. Der bisherige Spitzenwert von knapp sieben Prozent aus dem Jahr 2022 wurde damit ĂŒbertroffen.

Besonders dynamisch entwickelte sich der Markt im MĂ€rz: Die Wechselrate kletterte auf 8,9 Prozent. Beim Bundesamt fĂŒr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gingen bis zum 26. Mai 2026 insgesamt 32.911 AntrĂ€ge fĂŒr die neue Förderung ein. Die PrĂ€mie gilt rĂŒckwirkend zum 1. Januar 2026 und staffelt sich je nach Einkommen und Kinderzahl zwischen 1.500 und 6.000 Euro.

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Junge Familien treiben den Wandel

Eine YouGov-Umfrage unter mehr als 4.100 Teilnehmern zeigt: FĂŒr 18 Prozent aller FĂŒhrerscheinbesitzer, die ĂŒber ein E-Auto nachdenken, ist der Zuschuss der entscheidende Anstoß. Elf Prozent gaben an, erst durch die PrĂ€mie ĂŒberhaupt ĂŒber ein Elektroauto nachgedacht zu haben, sieben Prozent zogen ihren geplanten Kauf vor.

Besonders stark fĂ€llt der Effekt bei jĂŒngeren Fahrern und Familien aus. Bei den unter 40-JĂ€hrigen lag die Wechselrate im ersten Quartal bei 7,8 Prozent – fast doppelt so hoch wie im Vorjahr. Von den Eltern mit Kindern gaben 32 Prozent an, dass der staatliche Zuschuss ihre KaufplĂ€ne beeinflusst habe.

Mieter holen massiv auf

Das HUK-E-Barometer zeigt einen grundlegenden Wandel im KĂ€uferprofil. WĂ€hrend frĂŒher vor allem Hausbesitzer mit eigener Lademöglichkeit zu E-Autos griffen, ziehen jetzt andere Bevölkerungsgruppen nach. Die Wechselrate bei Mietern stieg um 86 Prozent, bei Fahrern ohne Garage oder festen Stellplatz sogar um 75 Prozent im Vergleich zu 2025.

Trotz des Booms bleibt der Anteil reiner Stromer am Gesamtbestand ĂŒberschaubar. Nur 3,7 Prozent der bei HUK versicherten Fahrzeuge sind elektrisch unterwegs – ein Anstieg von rund drei Prozent im Vorjahr und 0,7 Prozent im Jahr 2020. Zwei Drittel aller deutschen Autofahrer haben noch nie in einem E-Auto gesessen.

AuslÀndische Hersteller dominieren das NeugeschÀft

Von der gestiegenen Nachfrage profitieren derzeit vor allem auslĂ€ndische Hersteller. Sie belegten im ersten Quartal neun der zehn SpitzenplĂ€tze bei den Neuzulassungen. Skoda fĂŒhrt die Liste an, gefolgt von Tesla auf Rang zwei. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) weist fĂŒr Januar bis April 2026 jedoch Volkswagen mit 33.101 Neuzulassungen als GesamtmarktfĂŒhrer bei reinen E-Autos aus – knapp vor Skoda.

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Auf europĂ€ischer Ebene zeigt der Trend ebenfalls deutlich nach oben. Der Marktanteil der Batterie-Elektrofahrzeuge stieg in den ersten vier Monaten 2026 auf 19,7 Prozent – nach 15,3 Prozent im Vorjahreszeitraum. Allein im April legten die BEV-VerkĂ€ufe in der EU um 37,7 Prozent zu und erreichten einen Marktanteil von 20,6 Prozent. Klassische Verbrenner verloren dagegen: Benzin-Pkw gaben 16,3 Prozent nach, Diesel sogar 17,1 Prozent. Chinesische Hersteller wie BYD, Chery und Leapmotor bauen ihre PrĂ€senz massiv aus – BYD steigerte seine Zulassungen um 152,9 Prozent auf 71.850 Einheiten.

Förderung erreicht untere und mittlere Einkommen

Die BAFA-Antragsdaten zeigen: Die PrÀmie kommt bei den vorgesehenen Zielgruppen an. Rund 47 Prozent der AntrÀge stammten von Haushalten mit einem Jahreseinkommen von bis zu 45.000 Euro. Insgesamt 70 Prozent aller AntrÀge wurden von Haushalten mit weniger als 60.000 Euro Jahreseinkommen gestellt. Von den knapp 33.000 AntrÀgen entfielen etwa 91 Prozent auf reine Batterie- oder Brennstoffzellenfahrzeuge, rund 3.000 auf Plug-in-Hybride.

Branche fordert Ausweitung auf Gebrauchtwagen

Angesichts des Erfolgs im Neuwagenmarkt fordern Branchenvertreter weitere Schritte. Jörg RheinlĂ€nder, Vorstandsmitglied der HUK-Coburg, schlĂ€gt vor, die Förderung auf gebrauchte E-Autos auszuweiten. „Das wĂŒrde den Trend weiter verstĂ€rken“, so RheinlĂ€nder. UnterstĂŒtzung kommt vom ZDK-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer RenĂ© Hasler: „Die Förderung des Gebrauchtwagenmarkts ist ein notwendiger Hebel fĂŒr eine breitere Akzeptanz.“

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