Eichbaum-Pleite, Mitarbeiter

Eichbaum-Pleite: 240 Mitarbeiter erhalten Kündigung

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 03:31 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Mannheimer Traditionsbrauerei Eichbaum stellt Betrieb ein. 240 Beschäftigte erhalten Kündigung, nachdem die monatelange Suche nach Investoren erfolglos blieb.

Eichbaum Brauerei: Rettung gescheitert, alle Mitarbeiter entlassen
Ein verlassener Brauereikeller mit großen, stillgelegten Gärtanks und einem einzelnen Arbeitshandschuh auf dem Boden. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Mannheims Traditionsbrauerei Eichbaum muss endgültig dichtmachen. Alle 240 verbliebenen Mitarbeiter erhalten die Kündigung.

Kein Investor gefunden

Trotz monatelanger Sanierungsbemühungen fand sich kein Käufer. Der Betrieb war weiter defizitär, notwendige Kredite konnten nicht zurückgezahlt werden. Die nötige Liquidität für eine Fortführung fehlte.

Die Gründe für die Pleite liegen auf der Hand: Das Exportgeschäft brach ein, die Inlandsnachfrage sank. Zwar stimmten die Gläubiger im März einem Rettungsplan zu, und der Verkauf der „Karamalz“-Markenrechte an Veltins war unter Dach und Fach. Auch Gespräche mit Park & Bellheimer oder Lafayette gab es. Doch all das reichte nicht.

„Schwärzeste Stunde“ der Firmengeschichte

Die Belegschaft ist fassungslos. Geschäftsführer Aichele spricht von der schwärzesten Stunde in 347 Jahren Firmengeschichte. Der Betriebsrat bestätigt: Alle Mitarbeiter haben die Kündigung erhalten.

Die Gewerkschaft NGG geht scharf mit der Unternehmensführung ins Gericht. Ihr Vorwurf: mangelnde Transparenz. Nach Einschätzung der Gewerkschaft hätten bei einem anderen Vorgehen rund 100 Jobs gerettet werden können.

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Besonders bitter: Eine geplante Transfergesellschaft für rund 30 Mitarbeiter kommt nicht zustande. Das Geld fehlt. Die NGG fordert nun einen schnellen Sozialplan.

Mannheims Oberbürgermeister Specht zeigt sich überrascht. Nach seiner Kenntnis hätten zuletzt noch Angebote für eine Fortführung vorgelegen.

Der lange Weg ins Aus

Der Absturz zog sich über Monate hin:

  • Oktober 2025: Eigenverwaltung beantragt
  • Januar 2026: Insolvenzverfahren eröffnet
  • März 2026: Gläubiger stimmen Sanierungsplan zu
  • Juli 2026: Investorensuche endgültig gescheitert
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Ganz Schluss ist aber noch nicht. Der Braubetrieb läuft bis Ende September aus. Parallel läuft die Verwertung der Vermögenswerte. Für das Betriebsgelände in Mannheim gab es bereits Interessenten – unter anderem das örtliche Uniklinikum. Die Marke Eichbaum selbst wird nun verkauft.

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