Deutsche Bahn lÀsst AnkunftsplÀne in Bahnhöfen doch hÀngen
29.11.2024 - 11:38:41Nach deutlicher Kritik lĂ€sst die Deutsche Bahn die weiĂen AnkunftsplĂ€ne an Bahnhöfen nun doch hĂ€ngen. «Die Deutsche Bahn (DB) nimmt die Kritik von Ăffentlichkeit und VerbĂ€nden ernst und ihre Entscheidung zurĂŒck», teilte der bundeseigene Konzern mit. Die AnkunftsplĂ€ne blieben auch nach dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember «fĂŒr die nĂ€chste Fahrplanperiode» hĂ€ngen. ZunĂ€chst hatte die «Bild»-Zeitung darĂŒber berichtet.
Die Bahn plant nun, die Nutzung des Printmediums am Bahnhof in der kommenden Fahrplanphase umfassend zu evaluieren. Auf dieser Basis soll dann mit den VerbĂ€nden ĂŒber die nĂ€chsten Schritte beraten werden.
Erst am Mittwoch hatte der Konzern mitgeteilt, dass die AushĂ€nge der AnkunftsplĂ€ne ab 15. Dezember in den Bahnhöfen wegfallen sollten. Der Schritt wurde damit begrĂŒndet, dass Reisende Informationen in Echtzeit benötigten. Die Ankunftszeit und das Ankunftsgleis erfahre man am Bahnhof am zuverlĂ€ssigsten ĂŒber die Monitore, die Live-Ankunftstafeln oder die dynamischen Anzeiger direkt am Bahnsteig, hieĂ es. Da die Papier-AushĂ€nge von den Reisenden kaum genutzt wĂŒrden, in der Datenpflege und im Druck jedoch hohen Aufwand verursachten, werde darauf verzichtet. Die gedruckten gelben AbfahrtsplĂ€ne sollten von den PlĂ€nen nicht betroffen sein.Â
Die weiĂen PlĂ€ne hĂ€ngen an 570 mittleren bis groĂen Bahnhöfen
Die Deutsche Bahn betreibt nach eigenen Angaben etwa 5.700 Bahnstationen, an denen rund 21 Millionen Reisende tĂ€glich unterwegs sind. Die gelben PlĂ€ne hĂ€ngen an allen Bahnhöfen. An 570 mittleren bis groĂen Bahnhöfen hĂ€ngen zusĂ€tzlich die weiĂen PlĂ€ne.
Von Sozial- und FahrgastverbĂ€nden hatte es nach der AnkĂŒndigung deutliche Kritik gegeben. «Die geplante Abschaffung von analogen AushĂ€ngen, auch wenn es bisher nur die AnkunftsplĂ€ne betrifft, verschĂ€rft das GefĂŒhl des AbgehĂ€ngtseins, insbesondere bei allen, die nicht durchgĂ€ngig digital unterwegs sind â Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Behinderungen oder arme Menschen», sagte Verena Bentele, PrĂ€sidentin des Sozialverbands VdK, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). «Ohne Not werden Menschen von wichtigen Informationen ausgeschlossen.»
Der Vorsitzende des Fahrgastverbands Pro Bahn, Detlef NeuĂ, sagte dem RND: «Wir sind der Meinung, die gedruckten FahrplĂ€ne könntÂÂÂen ruhig noch weiter aushĂ€ngen.» Viele Leute orientierten sich lieber in Ruhe an den PlĂ€nen, anstatt die digitalen Anzeigen zu nutzen.


