Presse: Trump-Brief im Iran angekommen
12.03.2025 - 17:18:42Das Schreiben habe Anwar Gargasch, Berater des PrĂ€sidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, ĂŒberreicht, berichteten iranische Medien ĂŒbereinstimmend. Gargasch traf bei seinem Besuch, der erst am Morgen bekannt wurde, mit AuĂenminister Abbas Araghtschi zusammen, wie im Staatsfernsehen zu sehen war. Eine offizielle BestĂ€tigung fĂŒr den Eingang des Schreibens lag zunĂ€chst nicht vor.
Vergangene Woche erklĂ€rte Trump, er habe im Hinblick auf mögliche Atomverhandlungen einen Brief an Irans obersten FĂŒhrer Ajatollah Ali Chamenei geschrieben. "Ich habe ihnen einen Brief geschrieben, in dem steht, dass ich hoffe, dass Sie verhandeln werden, denn wenn wir militĂ€risch eingreifen mĂŒssen, wird es schrecklich werden", sagte Trump in einem Interview.
Chamenei bekrĂ€ftigte unterdessen seine Zweifel an GesprĂ€chen mit Trump. "Wir haben jahrelang verhandelt, und genau diese Person hat das vollstĂ€ndig abgeschlossene und unterzeichnete Abkommen vom Tisch geworfen und zerrissen", sagte er bei einer Rede am Mittwochabend. "Warum sollten wir dann ĂŒberhaupt verhandeln?"
Irans Staatsoberhaupt erteilt Verhandlungen eine Absage
In seiner ersten Amtszeit war Trump 2018 einseitig aus dem Wiener Atompakt ausgestiegen, der Irans Nuklearprogramm einschrÀnken und im Gegenzug Sanktionen aufheben sollte. Danach hielt sich auch Teheran nicht mehr an die Auflagen des Abkommens.
Bereits Anfang Februar hatte sich der Republikaner mit einer Botschaft der GesprĂ€chsbereitschaft und gleichzeitiger HĂ€rte an den Iran gewandt. Zuletzt hatte Staatsoberhaupt Chamenei mehrfach deutlich gemacht, dass sein Land trotz Wirtschaftskrise nicht verhandeln will. Den USA sei nicht zu trauen, argumentierte der ReligionsfĂŒhrer.

