Russischer Luftangriff verursacht BrÀnde und StromausfÀlle
24.03.2024 - 09:46:41In der Industriestadt Krywyj Rih im SĂŒden hĂ€tten herabfallende TrĂŒmmer Heizungs- und Stromnetze beschĂ€digt, teilte der Verwaltungschef des Gebiets Dnipropetrowsk, Serhij Lysak, mit. "Mehrere Heizkraftwerke in der Stadt wurden wegen des Spannungsabfalls abgeschaltet." Deshalb seien sechs KrankenhĂ€user, mehr als 150 Schulen sowie 3000 WohnhĂ€user mit 76 000 Bewohnern vorĂŒbergehend ohne Heizung.
Im westukrainischen Gebiet Lwiw wurde nach Behördenangaben eine nicht nĂ€her bezeichnete Anlage der kritischen Infrastruktur getroffen. "Dort brach ein Brand aus. Feuerwehrleute sind im Einsatz", schrieb Gebietsgouverneur Maksym Kosyzkyj auf Telegram. Informationen zu möglichen Opfern gebe es bislang nicht. Die Westukraine schien ein Schwerpunkt des Angriffs zu sein. Aber auch ĂŒber der Hauptstadt Kiew wurden russische Flugobjekte abgefangen. Berichtet wurde aber nur von einem Schaden an einer GebĂ€udefassade.
Am Sonntagmorgen wurde erneut kurzzeitig Luftalarm im ganzen Land ausgelöst. In Russland seien vier Kampfjets MiG31K in der Luft, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. Diese können die russischen Hyperschallraketen Kinschal abfeuern.
Nach ZĂ€hlung der ukrainischen Luftwaffe griff Russland nachts mit 29 Marschflugkörpern der Typen Ch-101 und CH-555 an. Sie seien von 14 strategischen Bombern ĂŒber dem Wolga-Gebiet abgefeuert worden, teilte Kommandeur Mykola Oleschtschuk mit. AuĂerdem seien von der annektierten Halbinsel Krim 28 Kampfdrohnen gestartet worden. Die ukrainische Armee habe 18 der Marschflugkörper und 25 Drohnen abgefangen. Die Flugabwehr sei in allen Landesteilen im Einsatz gewesen.
Es war nach relativer Ruhe seit Jahresbeginn der dritte schwere russische Luftangriff binnen weniger Tage. Die Ukraine wehrt seit mehr als zwei Jahren eine groĂangelegte russische Invasion ab. Sie wird dabei von vielen westlichen LĂ€ndern mit Waffenlieferungen unterstĂŒtzt, die aber nicht ausreichen fĂŒr einen vollstĂ€ndigen Schutz des Landes.

