Medien US-MilitÀr, Drohne

Medien: US-MilitÀr erkannte feindliche Drohne in Jordanien zu spÀt

29.01.2024 - 23:00:46

Eine FehleinschĂ€tzung des US-MilitĂ€rs könnte ĂŒbereinstimmenden Medienberichten zufolge beim tödlichen Angriff proiranischer Milizen auf einen US-StĂŒtzpunkt in Jordanien eine Rolle gespielt haben.

Unter anderem das "Wall Street Journal", die New York Times" und der Sender "Fox News" berichteten am Montag unter Berufung auf US-Regierungsvertreter, die feindliche Drohne der Attacke habe sich zeitgleich mit einer US-Überwachungsdrohne dem StĂŒtzpunkt genĂ€hert. Deshalb sei zunĂ€chst unklar gewesen, ob es sich um eine eigene oder feindliche Drohne gehandelt habe. In der Folge sei die Luftabwehr nicht sofort zum Einsatz gekommen, hieß es.

Zwei weitere Drohnen an Orten in der NÀhe wurden den Berichten zufolge hingegen abgeschossen. Das Pentagon erklÀrte am Montag auf Nachfrage, der Vorfall werde derzeit noch untersucht.

Am Sonntag waren bei einem Drohnenangriff in Jordanien nahe der syrischen Grenze drei US-Soldaten getötet worden. Nach Pentagon-Angaben vom Montag wurden dabei mehr als 40 weitere verletzt. Proiranische Milizen im Irak bekannten sich zu der Attacke und erklĂ€rten, sie hĂ€tten vier US-MilitĂ€rstĂŒtzpunkte angegriffen, davon drei in Syrien am Sonntagmorgen.

US-PrĂ€sident Joe Biden machte "radikale, vom Iran unterstĂŒtzte militanten Gruppen" fĂŒr den Angriff verantwortlich und drohte mit Vergeltung. Dem "Wall Street Journal" zufolge sagten die US-Regierungsvertreter, erwogen wĂŒrden SchlĂ€ge gegen Milizen im Irak in Syrien sowie womöglich im Iran. Ein Angriff auf iranischem Boden sei allerdings ein weniger wahrscheinliches Szenario. Der Nordosten Jordaniens grenzt sowohl an Syrien als auch an den Irak.

@ dpa.de