Umsatz im Mittelstand sinkt
21.01.2026 - 16:41:02Der Umsatzindex liegt demnach so niedrig wie zuletzt im Juni. Im vergangenen Jahr insgesamt haben die UmsÀtze im Mittelstand nahezu stagniert, mit einer leichten Tendenz nach unten.
Das deutliche Umsatzminus im Dezember sĂ€t Zweifel an der These, dass Deutschland kurz vor einer konjunkturellen Wende zum Besseren stehe. Zuletzt hatten mehr AuftrĂ€ge fĂŒr die Industrie und eine anziehende Produktion im verarbeitenden Gewerbe diese Wendevermutung gestĂ€rkt.
Der Datev-Mittelstandsindikator deutet nun darauf hin, dass die Lage bei weitem noch nicht rosig aussieht. Das hat besonderes Gewicht, weil Datev, der Informationsdienstleister fĂŒr die steuerverarbeitenden Berufe, fĂŒr den Indikator direkt auf anonymisierte Umsatzdaten von KMU zurĂŒckgreift. Es ist so eine erste EinschĂ€tzung der wirtschaftlichen Lage am Jahresende auf Basis harter Wirtschaftsdaten.
Sinkende UmsĂ€tze verzeichneten gemÀà der Datev-Analyse alle Branchen mit Ausnahme des Baugewerbes. Im Einzelhandel blieb das WeihnachtsgeschĂ€ft aus. "2025 war ein verlorenes Jahr fĂŒr den Mittelstand", sagte Robert Mayr, der Vorstandsvorsitzende der Datev-Genossenschaft. Vor allem Kleinst- und kleine Unternehmen spĂŒrten die andauernde KaufzurĂŒckhaltung, die steigenden Kosten und den strukturellen Wandel.
Die schlechte Lage der KMU spiegelt auch die Entwicklung der BeschĂ€ftigung. Der entsprechende Datev-Teilindex fiel in der saisonbereinigten Rechnung um 0,4 Prozent gegenĂŒber dem Vormonat. Vor allem im verarbeitenden Gewerbe und in der Gastronomie ging BeschĂ€ftigung verloren. Der Indikator fĂŒr die Lohnentwicklung zeigt fĂŒr Dezember einen andauernden Kostendruck fĂŒr die kleinen und mittleren Unternehmen. Löhne und GehĂ€lter im Mittelstand stiegen um 3,8 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr und damit stĂ€rker als die Inflation.


