Russische Drohne hat Tschernobyl-HĂŒlle beschĂ€digt
14.02.2025 - 11:26:46Ein Feuer sei gelöscht worden und die Strahlenwerte zunĂ€chst nicht erhöht, schrieb Selenskyj bei Telegram. Die SchĂ€den seien aber bedeutend. "Es gibt ein Land in der Welt, das solche Objekte attackieren kann, dass die Territorien von Atomkraftwerken besetzt und Kampfhandlungen fĂŒhrt, ohne ĂŒberhaupt ĂŒber die Konsequenzen nachzudenken - und das ist das heutige Russland."
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA bestĂ€tigte den Vorfall. In der Nacht gegen 1:50 Uhr Ortszeit (0:50 Uhr MEZ) hĂ€tten die dort stationierten internationalen Atombeobachter eine Explosion am Sarkophag um den havarierten Reaktor vier gehört. Sie seien dann darĂŒber informiert worden, dass eine Drohne die Ăberdachung des AKW getroffen habe, heiĂt es in einer Mitteilung der IAEA.
Der Kreml hat einen russischen Angriff auf das AKW hingegen dementiert. Er kenne zwar nicht die genauen UmstĂ€nde. "Ich weiĂ aber eins: Es kann nicht sein, dass SchlĂ€ge gegen irgendwelche Objekte der atomaren Infrastruktur oder der Infrastruktur der Atomenergie gefĂŒhrt werden", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Daher seien alle solchen Anschuldigungen falsch. "Das russische MilitĂ€r tut so etwas nicht."
Im damals sowjetischen Kernkraftwerk Tschernobyl explodierte am 26. April 1986 ein Reaktor. Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl gilt als weltweit schwerster Reaktorunfall. Wegen der Strahlung musste nicht nur das Kraftwerk stillgelegt, sondern auch anliegende Ortschaften evakuiert werden. Bei den Rettungs- und Bergungsarbeiten erlitten Tausende Menschen schwere StrahlenschĂ€den. Ăber dem ersten Schutzschild wurde mit internationaler Hilfe ab 2010 ein neuer Sarkophag gebaut, der offiziell 2019 eingeweiht wurde.
2022 kurz nach Beginn des von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Angriffskriegs besetzten russische Truppen das GelĂ€nde des AKW. Sie mussten sich aber spĂ€ter wieder zurĂŒckziehen.

