Eon und MAN bauen Lkw-LadesÀulen
11.07.2024 - 11:00:37Der Energieversorger Eon und der Lastwagen- und Bushersteller MAN wollen ein öffentliches Ladenetzwerk fĂŒr Lkw aufbauen. Noch im laufenden Jahr sollen die ersten Standorte eröffnet werden, wie die beiden Unternehmen mitteilten. Bis Ende 2025 sind 80 Standorte geplant. Sie sollen entlang des bestehenden MAN-Servicenetzes entstehen, aber auch fĂŒr Nutzfahrzeuge anderer Hersteller zugĂ€nglich sein.Â
Insgesamt umfassen die PlĂ€ne 170 Standorte mit 400 Ladepunkten, 125 Standorte davon in Deutschland, weitere in Ăsterreich, GroĂbritannien, DĂ€nemark, Italien, Polen, Tschechien und Ungarn. Die jetzt verkĂŒndeten PlĂ€ne sind nicht Teil der vor gut einer Woche verkĂŒndeten Initiative der Bundesregierung, 350 Ladepunkte in Deutschland zu errichten. Einzelne Ăberschneidungen kann es dem Vernehmen nach aber geben.Â
«Wir investieren massiv, um der Infrastruktur fĂŒr den elektrischen Schwerlastverkehr einen entscheidenden Schub zu geben», sagte Eon-Chef Leonhard Birnbaum. «Nahezu alle groĂen Hersteller setzen heute bei ihren Entwicklungen auf ElektromobilitĂ€t. FĂŒr den endgĂŒltigen Durchbruch brauchen wir eine flĂ€chendeckende, leistungsfĂ€hige Ladeinfrastruktur, die von Anfang an europĂ€isch gedacht ist.»
MAN-Chef: 50.000 Ladepunkte bis 2030 nötig
«Damit die MobilitĂ€tswende gelingt, benötigen wir bis 2030 rund 50.000 Ladepunkte fĂŒr schwere Nutzfahrzeuge in Europa», sagte MAN-Chef Alexander Vlaskamp. «NatĂŒrlich leisten wir als Hersteller von Elektro-Lkw dazu unseren Beitrag.»
Die Ladepunkte von MAN und Eon sollen vor allem in Industriegebieten mit hohem Lkw-Aufkommen entlang der Autobahnen entstehen. Dabei soll auch auf die besonderen BedĂŒrfnisse der Lkw geachtet werden - zum Beispiel, dass die LadeplĂ€tze durchfahrbar sind, damit die Lenker nicht rangieren mĂŒssen.
ZunĂ€chst erhalten die Standorte den Planungen zufolge jeweils mehrere 400 Kilowatt-Ladepunkte. Diese könnten einen durchschnittlichen Elektro-Lkw in rund 45 Minuten mit Strom fĂŒr eine Reichweite von bis zu 300 Kilometer versorgen. SpĂ€ter sollen die Standorte auf das schnellere Megawatt-Ladesystem MCS umgerĂŒstet werden.


