EuGH-Urteil, Intel

EuGH-Urteil: Intel gewinnt Streit mit EU-Kommission

Veröffentlicht am: 24.10.2024 um 12:18 Uhr | dpa.de

Ende eines langen Streits: Mehr als ein Jahrzehnt dauerte die juristische Auseinandersetzung zwischen EU-Kommission und Intel. Nun entscheidet der EuropÀische Gerichtshof - eine Frage bleibt offen.

Intel enttÀuschte die Börse nach dem starken Kursanstieg der vergangenen Monate. (Archivbild) - Bild: Andrej Sokolow/dpa
Intel enttÀuschte die Börse nach dem starken Kursanstieg der vergangenen Monate. (Archivbild) - Bild: Andrej Sokolow/dpa

Der Technologiekonzern Intel ist von der EuropĂ€ischen Kommission zu Unrecht mit einer Wettbewerbsstrafe in Milliardenhöhe belegt worden. Der EuropĂ€ische Gerichtshof (EuGH) bestĂ€tigte in Luxemburg eine entsprechende Entscheidung der vorherigen Instanz. Diese war zu dem Ergebnis gekommen, dass die WettbewerbshĂŒter der EU-Kommission in dem Verfahren gegen Intel nicht sauber gearbeitet hatten. Die Behörde hatte dem Konzern vorgeworfen, er habe mit Rabatten seine beherrschende Stellung auf dem Markt ausgenutzt, um Wettbewerber wie HP und Lenovo zu verdrĂ€ngen. 2009 wurde deswegen eine Geldbuße in Höhe von 1,06 Milliarden Euro verhĂ€ngt.

Der darauffolgende Rechtsstreit zog sich ĂŒber Jahre. UrsprĂŒnglich hatte das Gericht der EuropĂ€ischen Union 2014 einen ersten Widerspruch Intels gegen die Strafe abgewiesen. Doch der Technologiekonzern legte Rechtsmittel ein und hatte Erfolg. Der EuGH verwies das Verfahren 2017 an das Gericht zurĂŒck, das die Entscheidung der Kommission in einem erneuten Prozess Anfang 2022 fĂŒr nichtig erklĂ€rte. Das jetzt ergangene Urteil schließt die Sache ab. Die Frage, ob Intel seine Marktmacht ausgenutzt hat, beantwortete das Verfahren nicht abschließend.

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