Energiewende-Streit: Union plant zehn Jahre ohne EntschÀdigungen
10.06.2026 - 17:18:43 | boerse-global.de
Im Zentrum des Streits: die PlÀne von Bundeswirtschaftsministerin Reiche (CDU).
WÀhrend die Union auf Kosteneffizienz drÀngt, warnt die SPD vor einem Ausbremsen der Energiewende. Die Fronten sind verhÀrtet.
Reiche will EntschÀdigungen streichen
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Besonders umstritten ist der sogenannte Redispatchvorbehalt. Neue Wind- und Solaranlagen in ĂŒberlasteten Netzgebieten sollen demnach zehn Jahre lang auf EntschĂ€digungszahlungen verzichten â wenn sie wegen NetzengpĂ€ssen abgeregelt werden.
ZusĂ€tzlich plant das Wirtschaftsministerium, die Förderung fĂŒr kleine Solaranlagen komplett zu streichen.
SPD-Fraktionschef Miersch kritisierte die ReformplÀne scharf: Die Energiewende werde dadurch gefÀhrdet. Unionsfraktionschef Spahn hÀlt dagegen: Kosteneffizienz sei beim Umbau der Energieversorgung notwendig.
Das offizielle Ziel der Bundesregierung bleibt: 80 Prozent erneuerbare Energien am Stromverbrauch bis 2030. Im ersten Quartal 2026 lag der Anteil bei 53 Prozent.
Energiewirtschaft drÀngt auf Tempo
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fordert einen straffen Zeitplan. Noch vor der Sommerpause mĂŒsse ein Gaskraftwerk-Gesetz verabschiedet werden.
Bis zum Herbst mĂŒssten die EEG-Reform und ein neues Netzpaket stehen â sonst fehle Investitionssicherheit.
Parallel dazu beraten die Koalitionsspitzen im Kanzleramt mit Arbeitgebern und Gewerkschaften ĂŒber Reformen bei Arbeitsmarkt, Soziales, Steuern und BĂŒrokratieabbau.
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Infrastruktur-Gesetz blockiert
ZusÀtzlichen Zoff gibt es beim Infrastruktur-Zukunftsgesetz. Kanzler Merz (CDU) wirft der SPD vor, das Gesetz seit sechs Monaten im Bundestag zu blockieren. Er fordert eine Verabschiedung noch vor der Sommerpause.
Die SPD knĂŒpft ihre Zustimmung jedoch an Fortschritte beim NaturschutzflĂ€chenbedarfsgesetz. Diese gegenseitigen AbhĂ€ngigkeiten belasten die Verhandlungen zusĂ€tzlich.
