Enorme, Unterschiede

Enorme Unterschiede bei Erbschaften zwischen Ost und West

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 11:51 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Bei steuerpflichtigen Erbschaften und Schenkungen gibt es nach Angaben des Statistischen Bundesamts deutliche Unterschiede zwischen Ost und West.

"Im Jahr 2025 entfielen 95 Prozent des Gesamtwerts der steuerlich berĂŒcksichtigten VermögensĂŒbertragungen durch Erbschaften und Schenkungen auf die westlichen BundeslĂ€nder", wie die Statistiker in Wiesbaden mitteilten.

Das entspreche rund 143 Milliarden Euro, die die dortigen Finanzverwaltungen veranlagt haben. In den östlichen LĂ€ndern und Berlin seien es dagegen 8 Milliarden Euro gewesen. Laut den Angaben lebten in den ostdeutschen BundeslĂ€ndern und Berlin Ende 2025 knapp ein FĂŒnftel (19 Prozent) der gesamten Bevölkerung Deutschlands.

Statistik gibt nur VermögensĂŒbergĂ€nge ĂŒber Freibetrag wieder

Die Erbschaft- und Schenkungsteuer ist eine LĂ€ndersteuer. Die Statistik bildet jedoch nur Erbschaften und Schenkungen ab, bei denen eine Steuer fĂ€llig wurde. Die allermeisten VermögensĂŒbergĂ€nge liegen laut Bundesamt innerhalb von FreibetrĂ€gen und sind deshalb nicht enthalten. Bei einer Steuerfestsetzung legen die FinanzĂ€mter die Höhe der Steuer verbindlich fest, als Steuereinnahmen gehen sie dann in der Regel erst spĂ€ter ein.

Der Statistik zufolge lag das steuerlich berĂŒcksichtigte vererbte und verschenkte Vermögen im Osten mit knapp 500 Euro pro Kopf deutlich unter dem Wert in den westlichen LĂ€ndern. Dort seien gut 2.100 Euro pro Kopf ĂŒbertragen und steuerlich von den FinanzĂ€mtern veranlagt worden. "Das war mehr als viermal so viel wie im Osten. Der gesamtdeutsche Schnitt lag im Jahr 2025 bei gut 1.800 Euro", hieß es.

Höchstwert bei Erbschaft- und Schenkungsteuer

Insgesamt hatten die Finanzverwaltungen in Deutschland 2025 so viel Erbschaft- und Schenkungsteuer festgesetzt wie noch nie zuvor. Der festgesetzte Betrag lag bei 21,4 Milliarden Euro und damit 60,8 Prozent höher als im Vorjahr, wie das Bundesamt bereits im August mitteilte. Entsprechend entfielen auch hier 95 Prozent (20,4 Milliarden) auf die westdeutschen BundeslÀnder.

AnlĂ€sslich des Tags der Deutschen Einheit (3. Oktober) wurden die Zahlen nun nochmal auf die ost- und westdeutschen BundeslĂ€nder aufgeschlĂŒsselt.

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