Schulze, MilliardÀrs-Besteuerung

Schulze fĂŒr globale MilliardĂ€rs-Besteuerung

25.04.2024 - 13:51:27

Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) fordert gemeinsam mit Kollegen aus drei weiteren LÀndern eine international stÀrkere Besteuerung Superreicher.

"Weltweit gibt es derzeit ungefĂ€hr 3000 MilliardĂ€re. Die Steuer könnte als Mindestabgabe in Höhe von zwei Prozent auf das Vermögen von Superreichen erhoben werden", schreiben Schulze sowie der spanische Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo und die spanische Finanzministerin MarĂ­a JesĂșs Montero, der sĂŒdafrikanische Finanzminister Enoch Godongwana sowie der brasilianische Wirtschaftsminister Fernando Haddad in einem am Donnerstag unter anderem im "Spiegel" veröffentlichten Namensbeitrag.

"Sie wĂŒrde nicht fĂŒr MilliardĂ€re gelten, die bereits einen angemessenen Beitrag bei der Einkommensteuer entrichten. All jene aber, denen es gelingt, Einkommensteuern zu umgehen, wĂŒrden so verpflichtet werden, mehr zum Gemeinwohl beizutragen", so die Minister. Steuersysteme mĂŒssten dem Grundsatz der Gerechtigkeit entsprechen. "DafĂŒr muss der Beitrag jeder und jedes Einzelnen im Einklang mit der ZahlungsfĂ€higkeit stehen. Bestehende Steuerprivilegien fĂŒhren aber dazu, dass Superreiche ihre Einkommensteuern minimieren können." MilliardĂ€re zahlten global umgerechnet nur bis zu 0,5 Prozent ihres Vermögens an privater Einkommensteuer.

Die Minister beschreiben eine solche Besteuerung als Schritt fĂŒr mehr soziale Gerechtigkeit. "Außerdem wĂŒrden Regierungen so dringend benötigte Einnahmen generieren, um in öffentliche GĂŒter wie Gesundheit, Umwelt und Infrastruktur zu investieren. Davon profitieren alle, auch diejenigen an der Spitze der Einkommenspyramide. SchĂ€tzungen zufolge könnte solch eine Steuer zusĂ€tzliche 250 Milliarden US-Dollar jĂ€hrlich an Einnahmen weltweit erbringen." Hohe Ungleichheit schade der wirtschaftlichen Entwicklung.

@ dpa.de