Zahl, Arbeitstage

Zahl der Arbeitstage sinkt 2024 leicht

25.12.2023 - 07:33:15

Erfreulich fĂŒr Arbeitnehmer: Die Zahl der Arbeitstage fĂ€llt auch im kommenden Jahr unterdurchschnittlich aus. Das kann allerdings Folgen fĂŒr die Konjunktur haben.

Das kommende Jahr wird etwas weniger arbeitsreich - zumindest gemessen an der Zahl der Arbeitstage. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes werden Belegschaften 2024 im bundesweiten Schnitt 248,8 Tage arbeiten, 0,6 Tage weniger als im zu Ende gehenden Jahr.

Die Zahl der Arbeitstage schwankt von Jahr zu Jahr, abhÀngig davon, wie viele Feiertage auf Wochenenden fallen. Das Normjahr hat der Behörde zufolge 249,7 Arbeitstage.

Auswirkungen auf die Konjunktur

«VerĂ€nderungen bei der Zahl der Arbeitstage machen schon "Konjunktur", weil eben mehr oder weniger Arbeitszeit zunĂ€chst einmal mehr oder weniger Produktion an Waren und Dienstleitungen bedeutet», erlĂ€utert Timo WollmershĂ€user, Chef-Konjunkturforscher am MĂŒnchner Ifo-Institut. Als Faustregel könne man sagen: Nehme die Zahl der Arbeitstage zum Vorjahr um 1 Prozent (etwa 2,5 Tage) zu, falle das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts aufgrund dieses Kalendereffektes um knapp ein Viertel Prozentpunkt höher aus. Da noch andere Faktoren eine Rolle spielen, kann der Effekt aber von der Faustformel abweichen.

Die Folgen fĂŒr die Konjunktur im kommenden Jahr sind WollmershĂ€user zufolge vernachlĂ€ssigbar. Die Differenz von minus 0,6 Tagen im Vergleich zum Vorjahr bedeute umgerechnet ein Minus von 0,03 Prozentpunkten beim Bruttoinlandsprodukt.

Jahr 2025 hat noch weniger Arbeitstage

Noch erfreulicher wird fĂŒr den Teil der Bevölkerung, der gern frei hat, das Jahr 2025 mit 248,1 Arbeitstagen. Im Jahr darauf sind es dann allerdings 250,5 Tage.

Die Kommazahlen bei den Arbeitstagen ergeben sich daraus, dass einige BundeslĂ€nder mehr Feiertage haben als andere. Bundesweit an der Spitze liegt Augsburg mit 14 gesetzlichen Feiertagen, dort wird alljĂ€hrlich am 8. August das nur in der Stadt am Lech gefeierte Friedensfest begangen. Es folgen die ĂŒbrigen katholischen Teile Bayerns mit 13 Tagen. In den meisten ostdeutschen BundeslĂ€ndern oder auch in Nordrhein-Westfalen gibt es 11 Tage. Norddeutsche BundeslĂ€nder wie Schleswig-Holstein oder Niedersachsen kommen nur auf 10 Feiertage. Bundesweit gibt es 9 gesetzliche Feiertage.

@ dpa.de