Ergonomie, Sedus

Ergonomie 2026: Sedus startet Mietmodell für Büromöbel ab Juli

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 21:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sedus führt Mietmodell für Büromöbel ein, während Post und Industrie auf ergonomische High-Tech-Lösungen setzen.

Büro der Zukunft: Kreislaufwirtschaft und KI für mehr Gesundheit
Moderner, ergonomischer Bürostuhl in einem hellen, professionellen Arbeitsumfeld. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ergonomie ist mehr als nur ein bequemer Bürostuhl. Die Arbeitswelt von 2026 setzt auf Kreislaufwirtschaft, Prävention und High-Tech – vom Mietmodell für Schreibtische bis zur KI-gestützten Gesundheitsanalyse per Smartwatch.

Sedus startet „S:ircle“: Büromöbel im Kreislauf

Mit dem neuen Modell „S:ircle“ geht die Sedus Stoll Gruppe einen radikalen Schritt. Statt Möbel nur zu verkaufen, bietet der Hersteller ab Juli 2026 auch Mietoptionen, Rücknahme und Aufbereitung an. Eine digitale Plattform hilft Unternehmen dabei, den Bestand und die CO2-Emissionen ihrer Büroeinrichtung im Blick zu behalten.

Parallel dazu setzt die SITWELL STEIFENSAND AG auf dynamisches Sitzen. Ihre 3D-motion Technologie soll die Wirbelsäule in Bewegung halten. Für Schulen und Kitas gibt es das Modell „Air Kids“ – ergonomisch angepasst an junge Nutzer.

Post startet „Ergo 2“: Mikro-Übungen gegen Rückenschmerzen

Die Deutsche Post hat nach zweijähriger Pilotphase das Gesundheitsprogramm „Ergo 2“ gestartet. In Hückelhoven lernen Zusteller gezielte Mikro-Übungen, um Fehlbelastungen im Arbeitsalltag zu vermeiden. Der Hintergrund ist alarmierend: Laut AOK-Statistik sind Paketzusteller deutlich häufiger krankgeschrieben als andere Berufsgruppen. 2024 erreichte der Krankenstand mit 7,69 Prozent einen Höchstwert.

In der Branche wird daher über eine verbindliche Gewichtsgrenze von 23 Kilogramm pro Paket diskutiert. Das Ziel: die körperliche Belastung der Mitarbeiter nachhaltig senken.

Anzeige

Sedus startet ab Juli das Mietmodell „S:ircle“ – Büromöbel im Kreislauf. Statt zu kaufen, können Unternehmen Schreibtische und Stühle mieten, zurückgeben und aufbereiten lassen. Das senkt Kosten und CO2-Emissionen. Wie Sie Ihr Büro ergonomisch und nachhaltig umrüsten, zeigt der kostenlose Praxis-Report. Jetzt Report anfordern

Showroom für Tischler: Ergonomie im Handwerk

Auch das Handwerk entdeckt die Ergonomie für sich. Im Juni 2026 eröffnete in Löningen (Niedersachsen) der erste Showroom des Projekts „Ergonomie der Werkstatt“. In Kooperation mit dem Verband Tischler Schreiner Deutschland zeigen Aussteller Lösungen, die speziell auf die Bedürfnisse von Tischlern zugeschnitten sind.

In der Industrie geht es um Sicherheit und Effizienz zugleich. Für die Montage von Wasserstofftransportcontainern in Weeze wurden beidseitige Montageplattformen entwickelt. Sie verkürzen Rüstzeiten und ermöglichen eine gesundheitsschonende Arbeitshaltung. Beim Ausbau des Logistikzentrums Recklinghausen setzt man auf automatisierte Hochregallager und Robotersysteme – die physische Belastung in der Kommissionierung sinkt dadurch deutlich.

Licht und Wearables: Technik für den gesunden Arbeitsplatz

Neben Möbeln und Übungen spielt auch die richtige Beleuchtung eine Rolle. Die Leuchte „vedara“ von Regiolux erfüllt die Anforderungen für Bildschirmarbeitsplätze nach DIN EN 12464-1 mit hohem Farbwiedergabeindex und effizienter Lichtausbeute.

Anzeige

Hohe Krankenstände durch Fehlbelastung? Die Deutsche Post setzt mit „Ergo 2“ auf Mikro-Übungen – mit Erfolg. Auch Ihr Team kann von gezielten Bewegungsabläufen profitieren. Der Praxis-Report liefert eine Checkliste für den Ergonomie-Standard 2026 und einen Kostenvergleich von Miet- vs. Kaufmodell. Praxis-Report jetzt sichern

Noch einen Schritt weiter gehen Wearables. Samsung stellte am heutigen Freitag neue Modelle der Galaxy Watch vor. Die Smartwatches analysieren per KI Vitalwerte, Schlafqualität und Fitnessindizes. So können Nutzer ihre Belastungsgrenzen im Arbeitsalltag besser verstehen.

Parallel dazu wird die Versorgung mit ergonomischen Hilfsmitteln digitalisiert. In München und Ingolstadt startete ein Testlauf für die elektronische Verordnung von Hilfsmitteln. Mehrere große Krankenkassen und Ärztenetze sind beteiligt – Ziel ist es, die rund 33 Millionen jährlichen Papierverordnungen abzulösen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wirtschaft | 69864921 |