Quartalszahlen, Baden-WĂŒrttemberg

Daimler Truck setzt nach Gewinneinbruch auf zweites Halbjahr

Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 12:28 Uhr | dpa.de

Erneut ist der Gewinn bei Daimler Truck eingebrochen. Zölle drĂŒckten im zweiten Quartal auf die ProfitabilitĂ€t. Der Dax-Konzern sieht seine GeschĂ€fte aber an einem Wendepunkt.

  • Daimler Truck: Erneuter Gewinneinbruch. (Archivbild) - Bild: Bernd Weißbrod/dpa
    Daimler Truck: Erneuter Gewinneinbruch. (Archivbild) - Bild: Bernd Weißbrod/dpa
  • Daimler-Truck-Chefin Karin RĂ„dström: Aussicht auf höhere Absatzzahlen. (Archivbild) - Bild: Kay Nietfeld/dpa
    Daimler-Truck-Chefin Karin RÄdström: Aussicht auf höhere Absatzzahlen. (Archivbild) - Bild: Kay Nietfeld/dpa
  • FinanzvorstĂ€ndin Eva Scherer: «Wir liegen da gut im Plan.» (Archivbild) - Bild: Bernd Weißbrod/dpa
    FinanzvorstĂ€ndin Eva Scherer: «Wir liegen da gut im Plan.» (Archivbild) - Bild: Bernd Weißbrod/dpa
  • Daimler Truck: Erneuter Gewinneinbruch. (Archivbild) - Bild: Bernd Weißbrod/dpa
    Daimler Truck: Erneuter Gewinneinbruch. (Archivbild) - Bild: Bernd Weißbrod/dpa
  • Daimler-Truck-Chefin Karin RĂ„dström: Aussicht auf höhere Absatzzahlen. (Archivbild) - Bild: Kay Nietfeld/dpa
    Daimler-Truck-Chefin Karin RÄdström: Aussicht auf höhere Absatzzahlen. (Archivbild) - Bild: Kay Nietfeld/dpa
  • FinanzvorstĂ€ndin Eva Scherer: «Wir liegen da gut im Plan.» (Archivbild) - Bild: Bernd Weißbrod/dpa
    FinanzvorstĂ€ndin Eva Scherer: «Wir liegen da gut im Plan.» (Archivbild) - Bild: Bernd Weißbrod/dpa
Daimler Truck: Erneuter Gewinneinbruch. (Archivbild) - Bild: Bernd Weißbrod/dpa Daimler-Truck-Chefin Karin RĂ„dström: Aussicht auf höhere Absatzzahlen. (Archivbild) - Bild: Kay Nietfeld/dpa FinanzvorstĂ€ndin Eva Scherer: «Wir liegen da gut im Plan.» (Archivbild) - Bild: Bernd Weißbrod/dpa Daimler Truck: Erneuter Gewinneinbruch. (Archivbild) - Bild: Bernd Weißbrod/dpa Daimler-Truck-Chefin Karin RĂ„dström: Aussicht auf höhere Absatzzahlen. (Archivbild) - Bild: Kay Nietfeld/dpa FinanzvorstĂ€ndin Eva Scherer: «Wir liegen da gut im Plan.» (Archivbild) - Bild: Bernd Weißbrod/dpa

Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck hat auch im zweiten Quartal unter dem Strich einen RĂŒckschlag hinnehmen mĂŒssen, schöpft aber Zuversicht fĂŒr den Rest des Jahres. Der Gewinn brach im zweiten Quartal um 48 Prozent ein. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank das Konzernergebnis von 245 Millionen Euro auf 128 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart mitteilte.

Vor allem deutlich anziehende GeschĂ€fte in den USA sowie die Anerkennung von US-Wertschöpfungsanteilen und damit einhergehende Verbesserungen bei den Zöllen machen den Schwaben Hoffnung. Der Hersteller von Lkw und Bussen rechnet mit einem beschleunigten Ergebniswachstum in der zweiten JahreshĂ€lfte und hatte erst kĂŒrzlich seine Prognose erhöht.

Prognose angehoben

«Die starke GeschĂ€ftsentwicklung bei Trucks North America, die Aussicht auf höhere Absatzzahlen und die geringere erwartete Zollbelastung im weiteren Jahresverlauf bestĂ€rken uns darin, unsere Prognose fĂŒr das Gesamtjahr anzuheben», sagte Daimler-Truck-Chefin Karin RĂ„dström laut Mitteilung.

«Die Nachfrage in den USA hat sich seit Anfang des Jahres stark erholt und durch unsere Kundenstruktur profitieren wir besonders davon», sagte FinanzvorstÀndin Eva Scherer der Deutschen Presse-Agentur. Mit Blick auf die zweite JahreshÀlfte sagte Scherer, dass das Produktionsprogramm des Konzerns so gut wie ausgebucht sei. Der Auftragseingang des Konzerns legte im zweiten Quartal - getrieben durch die Bestellungen in Nordamerika - um 27 Prozent zu.

Im zweiten Quartal hatten sich aber weiterhin Zölle belastend auf die ProfitabilitĂ€t ausgewirkt, hieß es laut Mitteilung. Der Umsatz stieg zwar um fĂŒnf Prozent auf rund 12,3 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) jedoch fiel um neun Prozent auf 360 Millionen Euro. Im IndustriegeschĂ€ft - also ohne Finanzdienstleistungen gerechnet - fiel der RĂŒckgang beim Ebit mit 20 Prozent noch deutlicher aus.

Daimler Truck hatte im zweiten Quartal wieder mehr Fahrzeuge verkauft. Die VerkÀufe legten im Vergleich zum Vorjahresquartal um acht Prozent zu, auf insgesamt 86.707 Lastwagen und Busse.

FinanzvorstÀndin: Zweites Quartal stellt Wendepunkt dar

«Das zweite Quartal stellt wirklich einen Wendepunkt dar, deshalb haben wir auch unsere Prognose erhöht», sagte Scherer. Aber die positiven Effekte seien noch nicht im zweiten Quartal reflektiert. «Ab dem dritten Quartal werden sich die Verbesserungen in den Zahlen zeigen», sagte Scherer.

Am Donnerstagabend hatte Daimler Truck angekĂŒndigt, in den USA ein neues Werk bauen zu wollen. Der Bau soll Ende dieses Jahres starten, die Produktion 2029. Genauere Angaben zur Investitionssumme oder der KapazitĂ€t der ProduktionsstĂ€tte machten die VorstĂ€ndinnen nicht. Mehrere potenzielle Standorte wĂŒrden derzeit geprĂŒft, hieß es laut Mitteilung. Das neue Werk solle das grĂ¶ĂŸte des Konzerns in den USA werden, sagte Scherer. Bislang sei dieses in Cleveland im Bundesstaat North Carolina. 

GewinneinbrĂŒche und ein Sparprogramm

Beim Nutzfahrzeughersteller lief es zuletzt nicht rund. 2025 sank der Gewinn um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf zwei Milliarden Euro. Im ersten Quartal dieses Jahres brach der Gewinn sogar um satte 80 Prozent ein.

Um wettbewerbsfÀhiger zu werden, hatte Daimler Truck bereits im vergangenen Jahr das Sparprogramm «Cost Down Europe» aufgelegt. Bis 2030 sollen damit die laufenden Kosten auf dem Heimatkontinent um mehr als eine Milliarde Euro sinken. In Deutschland sollen deshalb ungefÀhr 5.000 Stellen wegfallen. Betroffen ist insbesondere die Lkw-Marke Mercedes-Benz. Aber auch in Nordamerika soll gespart werden.

Nach etwa 100 Millionen Euro im vergangenen Jahr will Daimler Truck in diesem Jahr weitere 150 Millionen Euro einsparen, womit der Konzern etwa eineinhalb Jahre nach Start des Programms ein Viertel des anvisierten Sparziels erreicht hÀtte. «Wir liegen da gut im Plan», sagte Scherer.

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