2030-Ausbauziel fĂŒr Offshore-Windkraft wird wohl verfehlt
14.04.2026 - 13:50:04 | dpa.de
Die Bundesregierung wird das 2030-Ausbauziel fĂŒr die Windkraft in der Nord- und Ostsee voraussichtlich verfehlen. Diese EinschĂ€tzung gab Deutschlands zentrale maritime Behörde ab, das Bundesamt fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mit Sitz in Hamburg und Rostock.Â
«TatsĂ€chlich wird es wohl so sein, dass wir Ende 2030 nicht die geforderten 30 Gigawatt erreicht haben werden», sagte Kai TrĂŒmpler, der im BSH die Unterabteilung rĂ€umliche Planung leitet. Es sei schon wĂ€hrend der Formulierung der Ausbauziele klar gewesen, dass diese ambitioniert seien.Â
TrĂŒmpler geht davon aus, dass das Ausbauziel 2031 oder 2032 - also verspĂ€tet - erreicht wird, wie er sagte. «Ich muss sagen, auch das halte ich noch fĂŒr eine wirklich groĂartige Leistung der deutschen Bundesregierung, der deutschen Verwaltung, das in dieser kurzen Zeit zu stemmen.»
Gesetzliches Ziel der Regierung ist, die KapazitĂ€t zur Stromerzeugung aus Windenergie auf See bis 2030 auf mindestens 30 Gigawatt (GW) auszubauen. Seit der Inbetriebnahme des ersten deutschen Windparks auf See 2010 ist die Gesamtleistung der Anlagen auf 10,2 GW gestiegen, wie das BSH mitteilte.Â
2035-Ausbauziel soll verfrĂŒht erreicht werdenÂ
Bis 2035 wird von der Regierung eine Leistung von 40 GW angepeilt und bis 2045 sollen 70 GW erreicht werden. Das BSH geht davon aus, dass das 2035-Ziel schon 2034 mit rund 42 GW ĂŒbertroffen wird.Â
IndustrieverbĂ€nde hatten Anfang des Jahres öffentlich den Verdacht geĂ€uĂert, dass das 2030-Ausbauziel nicht erreicht wird. Die VerbĂ€nde begrĂŒndeten das mit verzögerten NetzanschlĂŒssen und dem Desinteresse von Unternehmen an AusschreibungsflĂ€chen.Â
Das BSH plant, wo auf der Nord- und Ostsee Windparks entstehen dĂŒrfen. Zudem ist die Behörde zustĂ€ndig fĂŒr die PrĂŒfung, Zulassung und Ăberwachung der Windenergieanlagen.
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