Betrug, EU-Geldern

Betrug mit EU-Geldern: Griechische Behörden ermitteln TÀter

02.09.2025 - 12:48:46 | dpa.de

Es ist erst der Beginn der Aufarbeitung: Gut 1.000 griechische Landwirte und Betriebe sollen zu Unrecht 22,6 Millionen Euro EU-Agrarsubventionen erhalten haben. Ihre Konten wurden eingefroren.

Subventionsbetrug: Vielen griechischen Landwirten geht es an den Kragen. (Symbolbild) - Foto: Socrates Baltagiannis/
Subventionsbetrug: Vielen griechischen Landwirten geht es an den Kragen. (Symbolbild) - Foto: Socrates Baltagiannis/

UrkundenfĂ€lschung, Betrug in Zusammenhang mit Subventionen und Bildung einer kriminellen Organisation: Die griechische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen bislang ĂŒber 1.000 Landwirte und landwirtschaftliche Betriebe, die in großem Stil EU-Agrarsubventionen ergaunert haben sollen. Der Schaden belaufe sich bislang auf 22,6 Millionen Euro, sagte BĂŒrgerschutzminister Michalis Chrysodoidis im Sender ERTNews.

Konten werden eingefroren

Insgesamt seien rund 6.400 Steuernummern mit den dahinter stehenden Personen und Betrieben untersucht worden. Bei 1.036 sei festgestellt worden, dass sie zu Unrecht Subventionen erhalten hĂ€tten, sagte er. Meist lĂ€gen die Betrugssummen bei rund 40.000 Euro je Steuernummer. Der Großteil der Gelder, nĂ€mlich rund 17 Millionen Euro, sei auf die Insel Kreta geflossen. Die Betreffenden mĂŒssten nun die unrechtmĂ€ĂŸig erhaltenen Gelder zurĂŒckzahlen. Zudem wĂŒrden Strafverfolgungsmaßnahmen gegen sie eingeleitet und die Konten der TĂ€ter eingefroren.

Im MĂ€rz 2024 hatte das EuropĂ€ische Amt fĂŒr BetrugsbekĂ€mpfung die griechischen Behörden ĂŒber VerstĂ¶ĂŸe bei der Verwaltung von EU-Fördermitteln informiert. Es ging um fiktive Angaben zu landwirtschaftlichen FlĂ€chen und Subventionszahlungen an Nichtberechtigte. So wurden unter anderem felsige GelĂ€nde, WĂ€lder und sogar Areale im Nachbarland Nordmazedonien als AgrarflĂ€chen deklariert und in der Folge subventioniert. 

Womöglich SchÀden bis zu 170 Millionen Euro

Medienberichten zufolge könnten auf diese Weise seit 2017 rund 170 Millionen Euro unrechtmĂ€ĂŸig ausgezahlt worden sein. Die Regierung hatte die fĂŒr die Verwaltung und Vergabe von EU-Agrarsubventionen zustĂ€ndige Behörde des Landes daraufhin geschlossen und die Aufarbeitung der FĂ€lle angekĂŒndigt. Auch gegen Mitarbeiter der betreffenden Behörde wird ermittelt.

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