Mehr Beschwerden ĂŒber unerlaubte Telefonwerbung
18.01.2025 - 05:21:36Ob Gewinnspiel oder ein ach so gĂŒnstiger Stromtarif: Unerlaubte Telefonwerbung hat 2024 zu deutlich mehr Beschwerden gefĂŒhrt. Im vergangenen Jahr seien diesbezĂŒglich 37.561 kritische Wortmeldungen eingegangen und damit acht Prozent mehr als 2023, teilte die Bundesnetzagentur auf Anfrage mit. Zuvor war das Beschwerdeaufkommen allerdings deutlich höher gewesen, 2022 hatte die Zahl bei 64.704 gelegen.Â
«Leider sehen wir nach zuletzt sinkenden Beschwerdezahlen wieder einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr», erlĂ€uterte Bundesnetzagentur-PrĂ€sident Klaus MĂŒller. «Wir werden daher auch im neuen Jahr mit allem Nachdruck gegen Unternehmen vorgehen, die Verbraucherinnen und Verbraucher am Telefon belĂ€stigen.»Â
Bei nerviger Gewinnspiel-Werbung zog die Beschwerdezahl an, schon in jeder fĂŒnften kritischen Wortmeldung werden solche Ărgernisse geschildert. Ein Jahr zuvor ging es darum nur in jeder sechsten Beschwerde. Auch um Bauprodukte rund um das Thema Photovoltaik ging es hĂ€ufig.Â
Rund 1,4 Millionen Euro BuĂgelder verhĂ€ngt
Werbeanrufe dĂŒrfen nur getĂ€tigt werden, wenn die Angerufenen vorher eingewilligt haben. Die Werbe-Einwilligung kann spĂ€ter widerrufen werden - klingelt danach trotzdem das Telefon, ist auch das ein RechtsverstoĂ. Eine Beschwerde ist unter www.bundesnetzagentur.de/telefonwerbung-beschwerde möglich. Die Bonner Aufsichtsbehörde ging gegen die halbseidenen Werbetreibenden vor und verhĂ€ngte BuĂgelder ĂŒber insgesamt 1,37 Millionen Euro, im Jahr 2023 waren es 1,44 Millionen Euro.
Ein Verfahren der Bundesnetzagentur richtete sich im vergangenen Jahr gegen ein Unternehmen, das WerbegesprÀche mit der vorgeschobenen Bitte einer Gesundheitsumfrage begann. Die Anrufenden gaben sich etwa als Vertreter eines Apothekenverbandes aus, was gar nicht stimmte. Im Verlauf des GesprÀchs wurden die Angerufenen - hÀufig waren es Àltere Menschen - dazu gedrÀngt, teure NahrungsergÀnzungsmittel zu kaufen.





