Chinesisches, Anti-Spionage-Gesetz

Chinesisches Anti-Spionage-Gesetz: NOWEDA warnt vor möglichen LieferengpÀssen bei Arzneimitteln

15.07.2024 - 14:50:00 | presseportal.de

Essen - 70 Prozent aller generischen Wirkstoffe werden mittlerweile in China produziert. Deutschland ist bei der Medikamentenversorgung daher massiv von dem Land abhĂ€ngig. Weil viele Pharmahersteller jedoch keine gĂŒltigen Einfuhrzertifikate mehr haben, droht ein Lieferengpass vor allem bei Schmerzmitteln und Antibiotika. "Wir stehen im engen Austausch mit den Aufsichtsbehörden und unseren Industriepartnern", sagt Grit BrĂŒninghold, verantwortlich fĂŒr den strategischen Einkauf beim PharmagroßhĂ€ndler NOWEDA. "Findet sich nicht schnell eine Lösung, mĂŒssen wir uns auf LieferengpĂ€sse einstellen."

Chinesisches Anti-Spionage-Gesetz: NOWEDA warnt vor möglichen LieferengpÀssen bei Arzneimitteln - Foto: presseportal.de
Chinesisches Anti-Spionage-Gesetz: NOWEDA warnt vor möglichen LieferengpÀssen bei Arzneimitteln - Foto: presseportal.de

Zum Hintergrund: Die Pharmaunternehmen benötigen ein sogenanntes GMP-Zertifikat, um Arzneimittel und Wirkstoffe nach Deutschland importieren zu dĂŒrfen. DafĂŒr reisen regelmĂ€ĂŸig deutsche Inspekteure nach China, um Herstellung und ProduktionsablĂ€ufe vor Ort zu ĂŒberprĂŒfen. Das Zertifikat ist in der Regel drei Jahre gĂŒltig. Bereits 2023 hatte China allerdings sein sogenanntes "Anti-Spionage-Gesetz" verschĂ€rft, die Auswirkungen werden jetzt spĂŒrbar. Denn mit dem Gesetz wird jede auslĂ€ndische Informationsbeschaffung potenziell unter Strafe gestellt werden. Offizielle Behördenvertreter, die zum Audit nach China einreisen, mĂŒssen damit rechnen, von chinesischen Sicherheitsstellen festgenommen zu werden. Erste Behörden in den BundeslĂ€ndern, die fĂŒr das Ausstellen der Zertifikate zustĂ€ndig sind, haben daher ihre China-Besuche zunĂ€chst ausgesetzt. Mit der Folge, dass die Importerlaubnis fĂŒr viele Wirkstoffe und Arzneimittel entweder schon abgelaufen ist oder demnĂ€chst endet.

Als vollversorgender PharmagroßhĂ€ndler hat NOWEDA rund zwei Millionen Artikel auf Lager, beliefert die Apotheken mehrmals tĂ€glich und garantiert eine zweiwöchige VerfĂŒgbarkeit fĂŒr jedes Arzneimittel. DafĂŒr muss das Medikament jedoch lieferbar sein. "Wir als Genossenschaft tun alles, damit Patientinnen und Patienten ĂŒber die Apotheken zuverlĂ€ssig und schnell ihre benötigten Medikamente erhalten", sagt Dr. Michael Kuck, Vorstandsvorsitzender der NOWEDA. "Aufsichtsbehörden und Politik mĂŒssen eine unbĂŒrokratische und schnelle Lösung finden, damit wir unseren Versorgungsauftrag auch in den nĂ€chsten Wochen und Monaten vollumfĂ€nglich erfĂŒllen können."

Pressekontakt:

NOWEDA Apothekergenossenschaft eG
Unternehmenskommunikation

Tel.: 0201 802-2660
presse@noweda.de

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