EU-Arbeitsschutz, Strengere

EU-Arbeitsschutz: Strengere Grenzwerte für gefährliche Stoffe beschlossen

26.06.2026 - 01:21:25 | boerse-global.de

Veeva bringt neue EHS-Anwendung für proaktives Risikomanagement. EU verschärft Grenzwerte für Gefahrstoffe ab 2026.

Veeva Systems launcht spezialisierte EHS-Software für Life Sciences
EU-Arbeitsschutz - Mitarbeiter in einem modernen Pharmawerk betrachten eine digitale Anzeige mit Daten zu Arbeitssicherheit und Risikomanagement. 26.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Veeva Systems bringt eine spezialisierte Software für Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltmanagement (EHS) an den Start. Die neue Anwendung „Veeva EHS" soll operative Risiken an Produktions- und Teststandorten proaktiv identifizieren und steuern. Hintergrund sind steigende regulatorische Anforderungen und ein wachsender Fokus auf datengestützte Sicherheitsprozesse in der Life-Sciences-Branche.

Integriertes Risikomanagement für Produktionsstandorte

Die Lösung vereinheitlicht Arbeitsabläufe und liefert Echtzeit-Einblicke in potenzielle Gefahrenquellen. Zentral ist die Integration in bestehende Systeme wie Veeva QMS für das Qualitätsmanagement und Veeva Training. Werden Sicherheitsrisiken erkannt, lassen sich Qualitätsabweichungen und notwendige Nachschulungen für Mitarbeiter automatisiert steuern.

Das System hilft herstellenden Unternehmen, Umweltbelastungen und Gesundheitsrisiken nicht nur zu dokumentieren, sondern durch intelligente Automatisierung aktiv zu mindern. Erste Pilotkunden können die Anwendung ab August 2026 testen.

Datenqualität als KI-Grundlage

Bereits am 24. Juni diskutierten Branchenexperten auf dem Veeva R&D and Quality Summit Europe in Kopenhagen über moderne Sicherheitssysteme. Rund 500 Teilnehmer befassten sich mit der Rolle von Datenqualität als Fundament für Künstliche Intelligenz. Magalie Blackie vom Gesundheitsunternehmen Haleon betonte die Bedeutung hochwertiger Qualitätsdaten für KI-Anwendungen. Jean-Philippe Francou von Sanofi empfahl den Aufbau einer soliden Datenbasis.

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Dass die Digitalisierung von Qualitätsprozessen messbare Vorteile bringt, zeigten Fallbeispiele: AstraZeneca rechnet durch automatisierte Validierungssysteme mit einer Verkürzung der Zykluszeiten um 20 Prozent. Dem Lohnhersteller Aenova gelang es, die Anzahl der Standard-Betriebsanweisungen von 140 auf 10 zu reduzieren. Auch UCB berichtete von einer Beschleunigung der Validierungszyklen um 15 Prozent.

Parallel treibt Veeva seine KI-Strategie voran. Seit dem 24. Juni integriert das Unternehmen generative KI-Modelle tiefer in seine Cloud-Plattform. Sie sollen künftig unter anderem bei der Erstellung von Zulassungsunterlagen und der Planung experimenteller Designs unterstützen.

Strengere EU-Arbeitsschutzrichtlinien

Die Notwendigkeit präziserer EHS-Systeme wird durch aktuelle politische Entwicklungen unterstrichen. Am 24. Juni erzielte die EU eine vorläufige Einigung über strengere Grenzwerte für gefährliche Stoffe am Arbeitsplatz. Die neuen Regelungen betreffen unter anderem die Exposition gegenüber Kobalt, polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, Isopren und Schweißrauchen.

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Ziel ist es, über 40 Jahre rund 1.700 Fälle von Lungenkrebs und etwa 19.000 weitere Erkrankungen zu verhindern. Die formelle Zustimmung steht noch aus – der Trend zu einer lückenlosen Überwachung gesundheitsgefährdender Faktoren ist jedoch klar.

Ergänzend gewinnen technologische Sicherheitslösungen an Bedeutung. Am 24. Juni wurde ein neues Sicherheitssystem für Industrierobotik vorgestellt, das KI-Rechenleistung mit funktionaler Sicherheit kombiniert. Solche Systeme werden bereits in humanoiden Robotern eingesetzt, um die Interaktion zwischen Mensch und Maschine sicherer zu gestalten.

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