Von der Leyen: Lieferung von Dual-Use-GĂŒtern an Russland eindĂ€mmen
06.05.2024 - 13:38:24"Es mĂŒssen mehr Anstrengungen unternommen werden, um die Lieferung von Dual-Use-GĂŒtern an Russland einzudĂ€mmen, die ihren Weg auf das Schlachtfeld finden", sagte von der Leyen am Montag in Paris, wo sie mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping und Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron zusammengetroffen war. Angesichts der existenziellen Bedrohung des Krieges sowohl fĂŒr die Ukraine als auch fĂŒr Europa spiele das Thema in den Beziehungen der EuropĂ€ischen Union mit China eine Rolle.
Dual-Use-GĂŒter sind GĂŒter, die zu zivilen und auch militĂ€rischen Zwecken verwendet werden können. Immer wieder werden VorwĂŒrfe gegen chinesische Firmen laut, solche GĂŒter nach Russland zu liefern. Die USA etwa sanktionierten deshalb bereits chinesische Unternehmen.
Von der Leyen sagte auch: "Wir zÀhlen darauf, dass China all seinen Einfluss auf Russland nutzt, um Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine zu beenden." Man teile ein Interesse an Frieden und Sicherheit. Xi habe eine wichtige Rolle dabei gespielt, Russlands nukleare Drohungen zu deeskalieren. Sie sei zuversichtlich, dass Xi dies auch weiterhin tun werde.
Auch mit Blick auf die angespannte Lage im Mittleren Osten Ă€uĂerte von der Leyen Hoffnung, dass China seinen Einfluss geltend macht. "Wir glauben, dass China eine wichtige Rolle dabei spielen kann, die unverantwortliche Verbreitung iranischer ballistischer Raketen und Drohnen einzuschrĂ€nken." Von der Leyen betonte, nichts dĂŒrfe unterlassen werden, um die Spannungen zu deeskalieren und einen gröĂeren Konflikt in der Region zu verhindern. Das gemeinsame GesprĂ€ch von ihr und Macron mit Xi nannte von der Leyen offen und ehrlich. Man habe sowohl ĂŒber Themen gesprochen, bei denen man einer Meinung sei, als auch ĂŒber solche, bei denen es Differenzen gebe.

