EU verhÀngt nach Duma-Wahl in Russland neue Sanktionen
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 13:50 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBetroffen sind nach Angaben des Rates der Mitgliedstaaten unter anderem drei Richter des Obersten Gerichtshofs in Moskau sowie ein Beamter der Generalstaatsanwaltschaft.
Insgesamt wurden StrafmaĂnahmen gegen zehn Personen erlassen. Sie alle waren den Angaben zufolge an Entscheidungen gegen die Partei Jabloko oder gegen deren FĂŒhrungspersönlichkeiten beteiligt.
Die StrafmaĂnahmen umfassen ReisebeschrĂ€nkungen und das Einfrieren von Vermögenswerten. Zudem dĂŒrfen den Betroffenen keine Gelder oder andere wirtschaftlichen Ressourcen mehr bereitgestellt werden.
Die 27 Mitgliedstaaten der EU hatten die mit einem klaren Sieg der Kremlpartei Geeintes Russland geendete Wahl bereits in der vergangenen Woche scharf kritisiert. In einer ErklĂ€rung hieĂ es, die vom 18. bis 20. September abgehaltene Wahl zur Staatsduma hĂ€tten den anhaltenden und sich vertiefenden Abbau der Demokratie in Russland deutlich gemacht. Die russischen Behörden hĂ€tten die systematische und institutionalisierte Repression im Inland wie auch ĂŒber die Landesgrenzen hinweg weiter verstĂ€rkt, um demokratische OppositionskrĂ€fte daran zu hindern, den Status quo infrage zu stellen.
Betroffene Kinder werden der IdentitÀt beraubt
Neben den Sanktionen wegen der Duma-Wahl verhĂ€ngte die EU weitere StrafmaĂnahmen gegen Verantwortliche fĂŒr Russlands Programm zur Deportation und Zwangsadoption ukrainischer Kinder. Betroffen sind 10 Personen und 17 Einrichtungen sowie Organisationen, wie die Vertretung der Mitgliedstaaten mitteilte. Zu diesen gehören unter anderem die Mostourism genannte Moskauer Tourismusbehörde sowie zwei russische Unternehmen, die im Bereich Kinderfreizeit, Tourismus und Unterhaltungsangebote tĂ€tig sind. Sie sind laut EU an der Organisation von AktivitĂ€ten beteiligt, die zur Indoktrinierung und zwangsweisen Eingliederung ukrainischer MinderjĂ€hriger in russische IdentitĂ€ts-, Bildungs- und Gesellschaftsstrukturen beitragen.
