Institut: Europa erhĂ€lt Hilfe fĂŒr die Ukraine aufrecht
12.08.2025 - 13:10:12Im Mai und Juni summierte sich die zugeteilte Hilfe auf rund 12,6 Milliarden Euro, wie aus dem Ukraine-Support-Tracker des Instituts fĂŒr Weltwirtschaft (IfW) Kiel hervorgeht. Von den USA gab es in dem Zeitraum laut den Daten keine UnterstĂŒtzung.
Die europĂ€ische Hilfe fĂ€llt aber geringer aus als in den Vormonaten MĂ€rz und April. Im MĂ€rz hatte die UnterstĂŒtzung sprunghaft zugenommen, auch um ausbleibende Hilfen aus den USA auszugleichen. Nach aktualisierten Zahlen betrug Hilfe Europas im MĂ€rz und April rund 19,9 Milliarden Euro.
Das IfW Kiel erfasst militĂ€rische, finanzielle und humanitĂ€re Hilfe. Die Erhebung begann am 24. Januar 2022, also einen Monat vor Beginn der völkerrechtswidrigen Invasion. In den Daten berĂŒcksichtigt sind mehr als 40 LĂ€nder, darunter die EU-Staaten, die USA und Japan, sowie die EU. Datenquellen sind Regierungsstellen und Medienberichte.
Zunehmende Lieferungen der Industrie
Die Forscher des IfW registrieren, dass MilitĂ€rhilfen zunehmend ĂŒber AuftrĂ€ge an RĂŒstungsunternehmen organisiert werden. GĂŒter mĂŒssen in einem solchen Fall nicht LagerbestĂ€nden entnommen werden. "Die MilitĂ€rhilfe fĂŒr die Ukraine wird verstĂ€rkt von den KapazitĂ€ten der RĂŒstungsindustrie bestimmt", sagte der Leiter des Projekts, Taro Nishikawa, laut Mitteilung.
Von im Mai und Juni zugewiesenen MilitĂ€rhilfen, die rund 10,5 Milliarden Euro ausmachten, sollen laut IfW Kiel mindestens 4,6 Milliarden Euro in AuftrĂ€ge an RĂŒstungsunternehmen flieĂen. Die AuftrĂ€ge gingen vor allem an Unternehmen in Europa und in der Ukraine.

