Bauern fordern strengere Importvorgaben fĂŒr ukrainische Lebensmittel
28.03.2024 - 13:05:42Ein am Mittwochabend gefundener Kompromiss der EU-Staaten sei nur ein halber Schritt in die richtige Richtung, heiĂ es in einer Stellungnahme mehrerer europĂ€ischer BauernverbĂ€nde, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Sie drĂ€ngen darauf, dass auch auf Weizen und Gerste aus der Ukraine automatisch Zölle erhoben werden, sobald die Importe eine bestimmte Menge ĂŒberschreiten. Zudem wollen sie, dass kleinere Mengen bestimmter Produkte wie Eier, GeflĂŒgel oder Zucker zollfrei in die EU gebracht werden dĂŒrfen.
Hintergrund der Debatte ist, dass die EU kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Waren aus dem Land von Zöllen befreit hat. Damit soll die Wirtschaft gestĂ€rkt werden. Diese UnterstĂŒtzung ist vielen Bauern, vor allem im Osten der EU, ein Dorn im Auge. Sie sehen sich durch gĂŒnstige Agrarimporte aus der Ukraine unverhĂ€ltnismĂ€Ăiger Konkurrenz ausgesetzt.
Eigentlich hatten UnterhĂ€ndler des Europaparlaments und der EU-Staaten bereits in der vergangenen Woche einen Kompromiss gefunden, wonach auf eine Reihe von Produkten wieder Zölle erhoben werden, sobald das Freikontingent aufgebraucht ist. Auf Druck der Bauern hin einigten sich die Botschafter der Staaten dann aber am Mittwochabend auf einen neuen Kompromiss. Nach Angaben von Diplomaten sollen demnach kleinere Mengen an Waren als zunĂ€chst vorgesehen zollfrei in die EU verkauft werden dĂŒrfen. Die VerschĂ€rfung der Vorgaben braucht auch im Europaparlament eine Mehrheit.

