EuropĂ€ischer Gaspreis gibt nach - Bericht ĂŒber diplomatische BemĂŒhungen
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 14:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWSZuletzt lag der richtungweisende Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat an der Börse in Amsterdam bei 98,26 Euro je Megawattstunde (MWh). Das waren 5,09 Prozent weniger als am Freitag.
HĂ€ndler verwiesen auf einen Medienbericht. US-PrĂ€sident Donald Trump will der Diplomatie mit dem Iran einem Bericht des Nachrichtenportals "Axios" zufolge mehr Zeit geben, bevor er nach den US-Zwischenwahlen in dieser Woche möglicherweise neue Angriffe anordnet. Der US-PrĂ€sident habe dem israelischen MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu seine PrĂ€ferenz fĂŒr eine diplomatische Lösung in einem Telefonat mitgeteilt.
US-AuĂenminister Marco Rubio hatte am Samstag erklĂ€rt, dass noch keine Entscheidung ĂŒber neue MilitĂ€rschlĂ€ge getroffen worden sei. Trump bevorzuge eine diplomatische Lösung. Die BemĂŒhungen um GesprĂ€che lieĂen die Sorgen vor einer erneuten Eskalation etwas geringer werden, obwohl die Angriffe auf Schiffe rund um die StraĂe von Hormus weitergehen. Die USA und Israel hatten den Krieg Ende Februar mit gemeinsamen Angriffen auf den Iran begonnen. Ăl- und Gaspreise sind seitdem krĂ€ftig gestiegen.
Am vergangenen Mittwoch war der Gaspreis erstmals seit dem Jahr 2022 ĂŒber 100 Euro gestiegen. Im Jahr 2022 war der Preis noch viel höher, bis auf ĂŒber 300 Euro je MWh gesprungen. Grund war der Beginn des Ukraine-Kriegs.
Der Gaspreis hat sich im laufenden Jahr stark verteuert. Anfang Oktober hatte der Preis noch bei 70 Dollar gelegen. Seit Beginn des Jahres hat sich der Preis fĂŒr den Rohstoff mehr als verdreifacht.
Ein weiterer Preistreiber ist das verstĂ€rkte AuffĂŒllen der deutschen Gasspeicher vor dem Winter. Deutschland ist als gröĂte europĂ€ische Volkswirtschaft seit Wochen bemĂŒht, die Gasreserven zu erhöhen. Die deutschen Gasspeicher sind derzeit laut Bundesnetzagentur bei 61 Prozent gefĂŒllt. Vor einem Jahr hatte der Speicherstand bei etwa 75 Prozent gelegen.
