Europaweite BearingPoint-Studie zum Zahlungsverhalten
09.04.2026 - 07:15:00 | presseportal.deIn der aktuellen Ausgabe der europaweiten Zahlungsverkehrsstudie der Management- und Technologieberatung BearingPoint in neun europĂ€ischen LĂ€ndern wird deutlich: Kontaktlose Kartenzahlungen dominieren als am hĂ€ufigsten genutzte Zahlungsmethode in Europa. Die jĂŒngeren Altersgruppen wollen in Bezug auf ihr Zahlungsverhalten in den nĂ€chsten zwei Jahren hĂ€ufiger Mobile Payments nutzen. Jeder Zweite nutzt die seit 2025 in den Euro-LĂ€ndern von den Banken verpflichtend angebotene EchtzeitĂŒberweisung. Die im Oktober 2025 ebenfalls neu eingefĂŒhrte EmpfĂ€ngerprĂŒfung fĂŒr SEPA-Ăberweisungen wird in den Euro-LĂ€ndern als nĂŒtzlich empfunden. FĂŒr Zahlungen an Privatpersonen wird auch die Zahlungslösung Wero europaweit wahrgenommen.
Kontaktlose Kartenzahlungen dominieren in Europa
Kontaktlose Kartenzahlung dominieren europaweit im Durchschnitt: In allen untersuchten LĂ€ndern bis auf Deutschland und Ăsterreich sind kontaktlose Kartenzahlungen deutlicher Spitzenreiter. Der Abstand der durchschnittlichen Nutzung von kontaktloser Kartenzahlung ist mit 71 % gegenĂŒber dem Bargeld mit 51 % sehr ausgeprĂ€gt. Spitzenreiter bei der HĂ€ufigkeit der Nutzung der kontaktlosen Kartenzahlung ist Finnland mit 84 % gefolgt von den Niederlanden und DĂ€nemark mit 74 %, Irland und Schweden mit 73 % sowie Frankreich mit 72 %. Schlusslichter sind hier die deutschsprachigen LĂ€nder Schweiz (68 %), Deutschland (63 %) und Ăsterreich (62 %).
JĂŒngere Altersgruppen wollen zukĂŒnftig hĂ€ufiger Mobile Payments nutzen
Die jĂŒngeren Generationen bis 44 Jahre können sich vorstellen, in den nĂ€chsten zwei Jahren immer hĂ€ufiger Mobile Payments zu nutzen. WĂ€hrend in der Altersgruppe 35 bis 44 Jahre 35 % der Befragten sich das vorstellen können, markiert die Altersgruppe 18 bis 24 Jahre mit 40 % einen hohen Wert und die Altersgruppe 25 bis 34 Jahre mit 41 % den Spitzenplatz.
Immer hÀufiger mit Karte zu bezahlen, können sich hingegen die Altersgruppen von 45+ vorstellen. WÀhrend die Altersgruppe von 45 bis 54 Jahre mit 29 % bereits einen hohen Wert erreicht, markiert die Altersgruppe 55+ mit 31 % den höchsten Wert.
KryptowĂ€hrungen im Zahlungsverhalten bleiben ein Randthema. Jeder zehnte der jĂŒngeren Altersgruppen von 18 bis 44 Jahren (10 %) kann sich vorstellen, KryptowĂ€hrungen in den nĂ€chsten zwei Jahren hĂ€ufiger zu nutzen. In der Altersgruppe von 45 bis 54 Jahren kann sich das nur noch jeder 25te vorstellen (4 %), in der Altersgruppe ab 55+ nur noch jeder 100te (1 %).
Erwartung bestĂ€tigt: Jeder Zweite nutzt die EchtzeitĂŒberweisung
Im LĂ€nderdurchschnitt nutzen in den Euro-LĂ€ndern etwas mehr als die HĂ€lfte (52 %) der befragten Personen regelmĂ€Ăig oder gelegentlich die EchtzeitĂŒberweisung (Instant Payments). Irland mit 63 % und Frankreich mit 69 % sind Spitzenreiter bei der Nutzung von Instant Payments im persönlichen Zahlungsverhalten. In den Nicht-Euro-LĂ€ndern nutzen im Durchschnitt etwas weniger als die HĂ€lfte (47 %) der befragten Personen Instant Payments.
Christian Bruck, Partner und Experte fĂŒr das Thema Zahlungsverkehr bei BearingPoint, kommentiert: "Der Zahlungsverkehr der Zukunft wird hybrid. Bargeld, Karten, Wallets, Instant Payments und digitale ZentralbankwĂ€hrungen werden koexistieren. Mit PSD3, PSR, MiCA, DORA und der EU-Verordnung zu Instant Payments entsteht der umfassendste Regulierungsrahmen, den der europĂ€ische Zahlungsverkehr bisher erlebt hat. Parallel dazu gewinnt die europĂ€ische Digital Identity Wallet an Bedeutung. Die Verschmelzung von Identifikation, Authentifizierung und mobilem Bezahlen wird die kommenden Jahre noch stĂ€rker prĂ€gen. Erstaunlich dabei ist, dass regulatorisch getriebene Ănderungen im Zahlungsverkehr von den Konsumenten oft auch als Treiber von Innovationen wahrgenommen und mit Akzeptanz belohnt werden, die EchtzeitĂŒberweisung ist ein gutes Beispiel dafĂŒr. Mit der verpflichtenden EmpfĂ€ngerprĂŒfung nehmen die Konsumenten zudem eine erhöhte Sicherheit im Zahlungsverkehr direkt wahr. Die positive Wahrnehmung unterstreicht dabei den wachsenden Sicherheitsanspruch der Verbraucher."
Neu eingefĂŒhrte EmpfĂ€ngerprĂŒfung wird in Euro-LĂ€ndern als nĂŒtzlich empfunden
Knapp 50 % der Befragten geben im LĂ€nderdurchschnitt der Euro-LĂ€nder an, dass die EmpfĂ€ngerprĂŒfung (Verification of Payee) eine gute beziehungsweise nĂŒtzliche Funktion ist und zusĂ€tzliche Sicherheit bietet. In Deutschland sehen das 51 % der Befragten so, in Ăsterreich 54 %. In Frankreich geben sogar 59 % der befragten Personen an, dass die EmpfĂ€ngerprĂŒfung eine gute beziehungsweise nĂŒtzliche Funktion ist.
Zahlungslösung Wero wird europaweit fĂŒr Transaktionen zwischen Privatpersonen wahrgenommen
Die nationalen mobilen Bezahldienste dominieren grundsĂ€tzlich weiterhin im jeweiligen Land bei Zahlungen an Privatpersonen, zum Beispiel Twint in der Schweiz mit 66 %, MobilePay in DĂ€nemark als Spitzenreiter mit 92 % beziehungsweise in Finnland mit 61 %, Swish in Schweden mit 86 % und Tikkie in den Niederlanden mit 71 %. In den LĂ€ndern, wo es keine nationalen Zahlungsdienst-Champions gibt, werden fĂŒr Zahlungen unter Privatpersonen auch hĂ€ufig Bargeld und Ăberweisung genutzt. Als europaweiter Zahlungsdienst wird Wero bereits in allen befragten LĂ€ndern wahrgenommen. Spitzenreiter ist Frankreich mit einem Anteil von 19 % fĂŒr Zahlungen zwischen Privatpersonen ĂŒber Wero.
Dr. Robert Bosch, Partner und Globaler Leiter Financial Services bei BearingPoint, resĂŒmiert: "Die aktuelle Entwicklung zeigt deutlich, dass moderne digitale Zahlungssysteme in ganz Europa an Bedeutung gewinnen. Ein zentraler Treiber ist der Wunsch nach einer eigenstĂ€ndigen europĂ€ischen Alternative zu bisher dominierenden, nicht-europĂ€ischen Lösungen - ein wichtiger Schritt hin zu mehr digitaler SouverĂ€nitĂ€t. Ăber die reine Bezahlfunktion hinaus eröffnen solche europĂ€ischen Lösungen zusĂ€tzliches Innovationspotenzial, das die WettbewerbsfĂ€higkeit der europĂ€ischen Wirtschaft stĂ€rkt und neue Wachstumsimpulse setzen kann."
Ăber die Umfrage
Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage, an der zwischen dem 10. und 17. Dezember 2025 insgesamt 10.123 Personen in Ăsterreich (1.000), der Schweiz (1.000), Deutschland (2.026), DĂ€nemark (1.023), Finnland (1.009), Frankreich (1.052), Irland (1.001), den Niederlanden (1.003) und Schweden (1.009) teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind reprĂ€sentativ fĂŒr die jeweilige Bevölkerung ab 18 Jahren.
Die Umfrage wurde von BearingPoint konzipiert und ĂŒber das Marktforschungsinstitut YouGov in den neun genannten LĂ€ndern durchgefĂŒhrt. Die Ergebnisse wurden von den BearingPoint Payments-Experten analysiert und in einen Gesamtzusammenhang gebracht. BearingPoint fĂŒhrt die Umfrage bereits seit 2019 regelmĂ€Ăig durch.
Ăber BearingPoint
BearingPoint ist eine unabhĂ€ngige Management- und Technologieberatung mit europĂ€ischen Wurzeln und globaler Reichweite, die Unternehmen mithilfe moderner Technologien transformiert. Wir unterstĂŒtzen Unternehmen bei der Transformation, indem wir fundiertes Branchenwissen mit starken Kompetenzen in Strategie, GeschĂ€ftsprozessen, Technologie und KI kombinieren. Unsere Beraterteams arbeiten dabei in unterschiedlichsten Industrien - immer nah am Kunden. Spezialisierte SAP- und Microsoft-Einheiten, ein starker Fokus auf KI sowie ergebnisorientierte Softwarelösungen ermöglichen maĂgeschneiderte, innovative Lösungen fĂŒr die Herausforderungen unserer Kunden.
Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit fĂŒhrenden Unternehmen und Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstĂŒtzt Kunden in ĂŒber 70 LĂ€ndern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen fĂŒr einen messbaren und langfristigen GeschĂ€ftserfolg.
BearingPoint gehört zu den TIME World's Best Companies und den Forbes World's Best Employers. Das Unternehmen ist zudem eine zertifizierte B Corporation, die hohe soziale und ökologische Standards erfĂŒllt.
Weitere Informationen:
Homepage: www.bearingpoint.com
LinkedIn: www.linkedin.com/company/bearingpoint
Instagram: https://www.instagram.com/bearingpoint_dach
Pressekontakt:
Alexander Bock
Global Senior Manager Communications
Tel: +49 89 540338029
E-Mail: alexander.bock@bearingpoint.com
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