Rechnungshof: EU-weite Altersvorsorge bislang erfolglos
21.05.2025 - 17:14:03"Leider bleiben sowohl betrieblich geförderte als auch EU-weite private Rentensysteme hinter den Erwartungen zurĂŒck, insbesondere was eine Absicherung ĂŒber LĂ€ndergrenzen hinweg betrifft", kritisiert Mihails Kozlovs vom EuropĂ€ischen Rechnungshof. "Es mĂŒssen zusĂ€tzliche Schritte unternommen werden", fordert er.
Betriebliche und europaweite Renten spielen kaum eine Rolle
Zwar seien die einzelnen EU-LĂ€nder fĂŒr die Renten zustĂ€ndig. Da die staatlichen Rentensysteme in vielen der LĂ€nder Schwierigkeiten hĂ€tten, eine angemessene Rentenhöhe zu gewĂ€hrleisten, habe die EuropĂ€ische Union grundsĂ€tzliche Regeln fĂŒr betriebliche Rentenfonds festgelegt und die Grundlagen fĂŒr eine EU-weite private Altersvorsorge geschaffen, hieĂ es vom Rechnungshof in Luxemburg.
Allerdings sei es der EU-Kommission und der Eiopa - der EuropĂ€ischen Aufsichtsbehörde fĂŒr das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung mit Sitz in Frankfurt - bislang nicht gelungen, "die Rolle der betrieblichen Altersversorgung in den EU-LĂ€ndern zu stĂ€rken oder der sogenannten Europarente zum Durchbruch zu verhelfen".
Trotz mehrerer Initiativen der Kommission spielen nach Angaben des Rechnungshofs derzeit weder grenzĂŒberschreitende betriebliche noch europaweite Rentenprodukte eine ernstzunehmende Rolle. Die Eiopa stimmte zu, dass weitere Anstrengungen unternommen werden mĂŒssten.
Neue PlÀne der EU-Kommission
Die EU-Kommission hatte im MĂ€rz PlĂ€ne prĂ€sentiert, wonach die private Altersvorsorge weiterentwickelt und verbessert werden soll. So soll gefördert werden, dass die staatlichen Renten um eine automatische Mitgliedschaft in der betrieblichen Altersvorsorge ergĂ€nzt werden. Dies habe sich in einigen Mitgliedstaaten bereits als wirksames Mittel erwiesen, hieĂ es von der BrĂŒsseler Behörde.

