dpa-AFX Ăberblick: KONJUNKTUR vom 30.01.2025 - 17.00 Uhr
30.01.2025 - 17:02:14ROUNDUP 2: EZB hÀlt Kurs: Leitzinsen sinken erneut
FRANKFURT - Die fĂŒnfte Zinssenkung im Euroraum seit Sommer 2024 ist beschlossen - und es dĂŒrfte nicht die letzte sein: Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) setzt den fĂŒr Banken und Sparer wichtigen Einlagensatz um 0,25 Prozentpunkte auf 2,75 Prozent herab. Niedrigere Zinsen helfen der schwĂ€chelnden Konjunktur im Euroraum.
ROUNDUP: US-Wirtschaft verliert deutlich an Fahrt
WASHINGTON - Die US-Wirtschaft hat Ende des vergangenen Jahres deutlich an Fahrt verloren. Im vierten Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal um annualisiert 2,3 Prozent, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington nach einer ersten SchĂ€tzung mitteilte. Im dritten Quartal hatte die gröĂte Volkswirtschaft der Welt noch um 3,1 Prozent zugelegt.
USA: ErstantrÀge auf Arbeitslosenhilfe fallen deutlich
WASHINGTON - In den USA sind die ErstantrÀge auf Arbeitslosenhilfe unerwartet und deutlich gefallen. Ihre Zahl sank in der vergangenen Woche um 16.000 auf 207.000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten hingegen im Schnitt mit einem Anstieg auf 225.000 AntrÀgen gerechnet.
ROUNDUP: Eurozonen-Wachstum kommt zum Erliegen - starke Unterschiede
LUXEMBURG - In der Eurozone ist das Wirtschaftswachstum Ende des vergangenen Jahres ĂŒberraschend zum Erliegen gekommen. Im vierten Quartal habe das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Quartalsvergleich auf der Stelle getreten, teilte die Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag nach einer ersten SchĂ€tzung mit. Im dritten Quartal war die Wirtschaftsleistung noch um 0,4 Prozent gewachsen.
Luxemburg droht mit Einspruch gegen deutsche Grenzkontrollen
WARSCHAU - Luxemburg droht nach dem Grenzkontroll-Vorstoà von Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz mit einem Einspruch bei der EU-Kommission. "Wir sind gegen Kontrollen an den internen Grenzen der EU", sagte Luxemburgs Innenminister Léon Gloden am Rande eines Treffens der EU-Innenminister in Warschau.
Eurozone: Arbeitslosenquote steigt leicht an
LUXEMBURG - Die Arbeitslosigkeit im Euroraum hat im Dezember etwas zugelegt. Die Arbeitslosenquote in den 20 Euro-Staaten stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. Volkswirte hatten diese Quote im Schnitt erwartet. Allerdings wurde der Wert fĂŒr den Vormonat von 6,3 auf 6,2 Prozent nach unten revidiert. Dies war der niedrigste Stand seit der EinfĂŒhrung des Euro.
Italien: Wirtschaft stagniert ĂŒberraschend weiter
ROM - Die Wirtschaft Italiens hat Ende des vergangenen Jahres ĂŒberraschend keine Fahrt aufgenommen. Im vierten Quartal stagnierte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenĂŒber dem Vorquartal, wie das Statistikamt Istat am Donnerstag nach einer ersten SchĂ€tzung in Rom mitteilte. Bereits im dritten Quartal trat die Wirtschaftsleistung auf der Stelle. Analysten hatten fĂŒr die Monate Oktober bis Ende Dezember im Schnitt einen leichten Zuwachs um 0,1 Prozent erwartet. Etwas besser zeigte sich die Entwicklung im Jahresvergleich: In dieser Betrachtung wuchs die drittgröĂte Volkswirtschaft der Eurozone um 0,5 Prozent. In dieser Betrachtung hatten Analysten einen Anstieg um 0,6 Prozent erwartet.
ROUNDUP: Deutsche Importpreise steigen deutlich stÀrker - Lebensmittel teurer
WIESBADEN - Die Preise fĂŒr nach Deutschland importierte GĂŒter sind wegen höherer Lebensmittelpreise wieder stĂ€rker gestiegen. Die Einfuhrpreise legten im Dezember um 2,0 Prozent zum Vorjahresmonat zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.
Spanien: Inflation legt etwas zu - vierter Anstieg in Folge
MADRID - Die Inflation in Spanien hat sich zu Beginn des Jahres ĂŒberraschend weiter verstĂ€rkt. Im Januar legten die nach europĂ€ischen Standards berechneten Verbraucherpreise (HVPI) im Jahresvergleich um 2,9 Prozent zu, wie das Statistikamt INE am Donnerstag in Madrid nach einer ersten SchĂ€tzung mitteilte. Dies ist der vierte Anstieg der Teuerung in Folge und die höchste Jahresrate seit vergangenen Juli. Im Vormonat hatte die Teuerung bei 2,8 Prozent gelegen und Analysten waren im Schnitt von einer unverĂ€nderten Rate ausgegangen.
Deutschland: Einfuhrpreise steigen stÀrker als erwartet
WIESBADEN - Die Preise fĂŒr nach Deutschland importierte GĂŒter sind im Dezember etwas stĂ€rker gestiegen als erwartet. Die Einfuhrpreise legten im Jahresvergleich um 2,0 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten im Schnitt ein Plus von 1,9 Prozent erwartet, nachdem die Importpreise im Vormonat nur um 0,6 Prozent gestiegen waren. Im Monatsvergleich legten die Importpreise im Dezember um 0,4 Prozent zu.
Frankreichs Wirtschaft schrumpft erstmals seit fast zwei Jahren
PARIS - Frankreichs Wirtschaft hat Ende des vergangenen Jahres eine fast zweijĂ€hrige Wachstumsphase beendet. Im vierten Quartal schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenĂŒber dem Vorquartal um 0,1 Prozent, wie das Statistikamt Insee am Donnerstag in Paris nach einer ersten SchĂ€tzung mitteilte. Analysten hatten fĂŒr die Monate Oktober bis Ende Dezember im Schnitt mit einer Stagnation gerechnet. Zuletzt war die zweitgröĂte Volkswirtschaft der Eurozone im ersten Quartal 2023 geschrumpft.
Eurozone: Wirtschaftsstimmung hellt sich stÀrker als erwartet auf
BRĂSSEL - Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Januar stĂ€rker als erwartet aufgehellt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) stieg zum Vormonat um 1,5 Punkte auf 95,2 Punkte, wie die EuropĂ€ische Kommission am Donnerstag in BrĂŒssel bekannt gab. Bankvolkswirte hatten im Schnitt 94,1 Punkte erwartet.
Kundenhinweis:ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Ăberblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
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