FachkrÀftemangel: 4,3 Millionen ArbeitskrÀfte fehlen bis 2036
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 00:18 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Das sind sieben Prozent weniger FachkrÀfte. Schuld ist der Renteneintritt der Babyboomer.
JĂ€hrlich kommen nur etwa 800.000 Neueinsteiger auf den Markt. âWir brauchen lĂ€ngere ErwerbstĂ€tigkeit und mehr Zuwanderungâ, sagt Holger SchĂ€fer vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Die Zahlen sind alarmierend.
EngpÀsse in immer mehr Berufen
Sachsen-Anhalt macht es vor: 22 Berufsgruppen gelten dort 2025 als Engpass. Im Vorjahr waren es noch 20. âDer FachkrĂ€ftemangel bleibt trotz schwacher Konjunktur bestehenâ, warnt Markus Behrens von der Arbeitsagentur.
Besonders betroffen: Gesundheitsberufe, Handwerk â und kaufmĂ€nnische Spezialisierungen. Das Problem: Nur wenige Arbeitslose suchen gezielt in diesen Bereichen.
Automatisierung als Rettungsanker?
Viele Unternehmen setzen jetzt auf Technologie. SAP öffnet SuccessFactors Employee Central Payroll fĂŒr den deutschen öffentlichen Sektor. âDie Abbildung der haushaltskonformen Stellenwirtschaft ist ein kritischer Erfolgsfaktorâ, erklĂ€ren die Experten Sabine Schindler und Philipp Blomeier.
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Payhawk zeigt, wie weit KI schon ist. Der Finanzdienstleister knackt die 100-Millionen-Dollar-Marke beim Jahresumsatz. 76 Prozent aller Support-Anfragen löst die KI allein. Gleichzeitig schrumpft das Vertriebspersonal â bei steigenden UmsĂ€tzen.
Erst am 10. Juli 2026 kam MIKA AI auf den Markt. Die KI-Assistenz liest Plandaten aus und berechnet Preisszenarien. Jede Buchung bleibt aber menschlich geprĂŒft.
Politik will BĂŒrokratie abbauen
Die EU-Kommission legte im Juni 2026 ein Steuervereinheitlichungspaket vor. Die Entlastung fĂŒr die Wirtschaft: rund acht Milliarden Euro pro Jahr. Konkret: Seit dem 7. Juli 2026 entfĂ€llt die A1-Bescheinigung bei Dienstreisen bis drei Tagen.
Der Bundesrat zog am 10. Juli nach und stimmte der digitalen Flugabfertigung zu. Das beschleunigt GeschÀftsreisen enorm.
Die Zeiterfassungs-Falle
WĂ€hrend die Politik BĂŒrokratie abbauen will, verschĂ€rfen aktuelle Gerichtsurteile die Anforderungen an die Dokumentation von Arbeitsstunden. Ein kompakter Leitfaden klĂ€rt auf, welche rechtlichen Fallstricke Arbeitgeber jetzt kennen mĂŒssen, um BuĂgelder sicher zu vermeiden. Gratis-Leitfaden zur rechtssicheren Arbeitszeiterfassung herunterladen
Doch Automatisierung allein reicht nicht. âBillable Leakageâ kostet IT-Dienstleister Millionen. Erfasste Zeiten, die nicht abgerechnet werden â das ist das Problem.
Seit den Urteilen des EuropĂ€ischen Gerichtshofs (2019) und des Bundesarbeitsgerichts (2022) ist manipulationssichere Zeiterfassung Pflicht. Typische LĂŒcken: MedienbrĂŒche und zu spĂ€te Erfassung. Moderne Software muss das verhindern.
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