Verdi, Nahverkehr

Verdi bestreikt erneut fĂŒr zwei Tage Berliner Nahverkehr

14.03.2025 - 15:13:27 | dpa.de

FahrgĂ€ste mĂŒssen sich auf den nĂ€chsten 48-stĂŒndigen Stillstand im Berliner Nahverkehr einstellen. Verdi hat erneut zu Warnstreiks bei der BVG aufgerufen.

Verdi ruft zum nÀchsten Warnstreik bei der BVG auf. (Archivbild) - Foto: Carsten Koall/dpa
Verdi ruft zum nÀchsten Warnstreik bei der BVG auf. (Archivbild) - Foto: Carsten Koall/dpa

Auf FahrgĂ€ste im Berliner Nahverkehr kommen erneut erhebliche EinschrĂ€nkungen zu. Die Gewerkschaft Verdi hat fĂŒr kommende Woche Mittwoch und Donnerstag zum nĂ€chsten zweitĂ€gigen Warnstreik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) aufgerufen. «Das finanzielle Angebot der BVG ist völlig unzureichend und ignoriert die massiven Preissteigerungen, mit denen unsere Kolleginnen und Kollegen tĂ€glich kĂ€mpfen mĂŒssen», teilte VerhandlungsfĂŒhrer Jeremy Arndt mit. Schon der vorige Ausstand bei der BVG Ende Februar dauerte 48 Stunden.

Die BVG kritisierte den Aufruf deutlich. Das Unternehmen behalte sich rechtliche Schritte mit Blick auf die VerhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit des Arbeitskampfes vor, hieß es. «Verhandeln bedeutet aufeinander zuzugehen», teilte PersonalvorstĂ€ndin Jenny Zeller-Grothe mit. «Jetzt ist Verdi an der Reihe, einen Kompromissvorschlag zum Thema Entgelt an den Tisch zu bringen, statt weiter an Maximalforderungen festzuhalten. Der Ball liegt bei Verdi.»

Differenzen beim Entgelt

Die Tarifparteien waren nach der fĂŒnften Verhandlungsrunde in dieser Woche erneut ohne Einigung auseinandergegangen. Insbesondere bei der Höhe des Entgelts gibt es Differenzen. Verdi fordert 750 Euro zusĂ€tzlich pro Monat bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die BVG bot zuletzt stufenweise 375 Euro und eine doppelt so lange Laufzeit. Verhandelt wird zudem ĂŒber ein höheres Weihnachtsgeld, ĂŒber Zulagen bei bestimmten Schichtmodellen sowie flexiblere Arbeitszeiten. 

«Wir sind den hohen Forderungen der Gewerkschaft erneut deutlich entgegengekommen und sind am Limit unserer finanziellen Möglichkeiten», teilte Zeller-Grothe nach den GesprĂ€chen am Mittwoch mit. Verdi erkannte zwar an, dass die BVG ihr mit der 24-monatigen Vertragslaufzeit entgegengekommen sei. «Dennoch reicht das Gesamtpaket nicht aus, um die harte Arbeit der BeschĂ€ftigten angemessen zu honorieren», betonte VerhandlungsfĂŒhrer Arndt.

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