Finanzielle Reserven: Die HÀlfte der Menschen hÀlt einen Einkommensausfall höchstens drei Monate durch
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 09:00 Uhr | presseportal, AD HOC NEWSFĂ€llt das regelmĂ€Ăige Haushaltseinkommen unerwartet weg, reichen die RĂŒcklagen der Menschen in Deutschland meist nur fĂŒr wenige Wochen. 51 Prozent der volljĂ€hrigen BundesbĂŒrger (ohne Rentner) könnten ihre laufenden Ausgaben dann höchstens drei Monate decken, 22 Prozent weniger als einen Monat. Nur 23 Prozent kĂ€men lĂ€nger als ein halbes Jahr ĂŒber die Runden. Fast doppelt so viele Frauen wie MĂ€nner sagen, dass ihr Haushalt weniger als einen Monat die laufenden Ausgaben decken könnte. Das zeigt eine reprĂ€sentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Debeka.
Auch einzelne Rechnungen ĂŒberfordern viele Haushalte. Eine unerwartete Ausgabe von 3.000 Euro könnten 37 Prozent nicht kurzfristig bezahlen, ohne in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Der Wert steigt mit sinkendem Alter deutlich an: Unter den 18- bis 29-JĂ€hrigen verneinen 63 Prozent die Frage. Haushalte mit Kindern (46 Prozent) trifft es hĂ€rter als kinderlose (34 Prozent).
GerĂ€t der Haushalt aufgrund einer kurzfristigen finanziellen Belastung unter Druck, reagieren die meisten Menschen zuerst ĂŒber den Konsum: 54 Prozent nennen das Reduzieren von Ausgaben als MaĂnahme. Die langfristige Absicherung bleibt dagegen weitgehend unangetastet. Nur 14 Prozent wĂŒrden bei einer gröĂeren finanziellen Belastung ihre SparbeitrĂ€ge oder ihre Vorsorge reduzieren.
"Steigende Lebenshaltungskosten, unsichere BeschĂ€ftigung, wachsende Belastungen in den Sozialsystemen: FĂŒr viele Haushalte ist der Spielraum eng geworden. Umso wichtiger ist es, dass gerade die angestoĂenen Reformen der Altersvorsorge jetzt auch tragen, und dass Vorsorgemöglichkeiten auch und vor allem bei den Menschen funktionieren, bei denen das Haushaltseinkommen gering ist. Wer auch schon mit kleinen BeitrĂ€gen frĂŒh anfĂ€ngt, staatliche Förderung mitnimmt und konsequent spart, baut ĂŒber die Jahre einen Grundstock auf, der im Ernstfall trĂ€gt", sagt Thomas Brahm, Vorstandsvorsitzender der Debeka. "Aber das Wissen um die Notwendigkeit bleibt ein zentraler Faktor."
Ăber die Studie
Civey hat fĂŒr die Debeka vom 9. bis 15. September 2026 online 1.000 volljĂ€hrige BundesbĂŒrger ohne Rentner und 1.000 privat Vorsorgende befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen reprĂ€sentativ unter BerĂŒcksichtigung des statistischen Fehlers von 5,9 bis 6,4 Prozentpunkten beim jeweiligen Gesamtergebnis. Weitere Informationen zur Methodik finden Sie hier.
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