Finnland, Stichwahl

Finnland: Stichwahl um PrÀsidentenamt zwischen Stubb und Haavisto

29.01.2024 - 05:43:26

Finnlands nĂ€chster PrĂ€sident wird entweder Alexander Stubb oder Pekka Haavisto heißen.

Der konservative Ex-Regierungschef und der grĂŒne Ex-Außenminister des EU- und Nato-Landes erreichten bei der ersten Runde der finnischen PrĂ€sidentschaftswahl am Sonntag die meisten Stimmen aller neun Kandidatinnen und Kandidaten. Stubb kam nach AuszĂ€hlung aller WĂ€hlerstimmen auf 27,2 Prozent, Haavisto auf 25,8 Prozent. Ihr schĂ€rfster Verfolger, der rechtspopulistische ParlamentsprĂ€sident Jussi Halla-aho, erreichte 19,0 Prozent. Da keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit erreichte, kommt es am 11. Februar zur Stichwahl zwischen Stubb und Haavisto.

"Das hier ist das Halbfinale gewesen und es sieht jetzt so aus, dass ich und Pekka im Finale sind. Dann fĂ€ngt das Spiel von vorne an", sagte der 55-jĂ€hrige Stubb am Wahlabend in Helsinki, als bereits Hochrechnungen klar auf eine Stichwahl hindeuteten. Der 65-jĂ€hrige Haavisto wies darauf hin, dass sich in der zweiten Wahlrunde fast die HĂ€lfte der WĂ€hler fĂŒr einen neuen Kandidaten entscheiden mĂŒsse. Nun gehe es in voller Fahrt in Runde zwei.

Der Gewinner der Stichwahl wird planmĂ€ĂŸig am 1. MĂ€rz die Nachfolge des beliebten amtierenden PrĂ€sidenten Sauli Niinistö antreten, der nach zwei jeweils sechsjĂ€hrigen Amtszeiten nicht noch einmal fĂŒr das Amt kandidieren durfte. Unter seiner FĂŒhrung und dem Eindruck des russischen Einmarsches in die Ukraine hatte sich Finnland 2022 entschlossen, nach jahrzehntelanger militĂ€rischer BĂŒndnisfreiheit die Mitgliedschaft in der Nato zu beantragen. Im April 2023 wurde das nordische Land, das auf einer LĂ€nge von 1340 Kilometern an Russland grenzt, als 31. Mitglied in das VerteidigungsbĂŒndnis aufgenommen.

Der PrĂ€sident wird in Finnland fĂŒr eine Amtszeit von sechs Jahren direkt vom Volk gewĂ€hlt. Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehört es, zusammen mit der Regierung ĂŒber die Außen- und Sicherheitspolitik zu entscheiden, die Regierung zu ernennen und Gesetze abzusegnen.

@ dpa.de