Forschungskontrolle: Kanzlers Beraterin fordert Sicherheitsstandards für KI und Drohnen
Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 02:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Innovationsberaterin von Bundeskanzler Friedrich Merz will die Wissenschaftslandschaft stärker kontrollieren. Claudia Eckert, zugleich Präsidentin der Akademie der Technikwissenschaften (Acatech), verlangt klare Vorgaben für Hochschulen und Professoren in sicherheitsrelevanten Bereichen.
Besonderen Handlungsbedarf sieht die Expertin bei der Drohnenforschung, Künstlicher Intelligenz und Cybersicherheit. Internationale Kooperationen in diesen Feldern müssten künftig deutlich strenger geprüft werden.
Kooperationen mit China im Fokus
Hintergrund sind Berichte über Forschungszusammenarbeiten deutscher Einrichtungen mit Partnern aus China, die zuletzt für Diskussionen gesorgt hatten. Eckert will die Entscheidung über solche Partnerschaften nicht länger den einzelnen Lehrstuhlinhabern überlassen. „Es ist nicht praktikabel, wenn jeder Professor ein eigenes Regelwerk für den Umgang mit sensiblen Technologien entwickelt", so ihre Argumentation.
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Stattdessen fordert sie ausdifferenzierte Handlungsleitlinien der Universitäten. Das gelte besonders für Technische Hochschulen, an denen der Großteil der sicherheitskritischen Forschung stattfindet.
Fördergelder nur mit Auflagen
Als Druckmittel schlägt Eckert vor, öffentliche Fördergelder an strikte Sicherheitsauflagen zu koppeln. Eine Prüfung der Einhaltung soll obligatorisch vor der Auszahlung erfolgen.
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Die Maßnahmen seien zwingend nötig, um die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Unternehmen und Start-ups im Verteidigungsbereich zu stärken. Höhere Standards könnten das Vertrauen schaffen, um sensible Projekte voranzutreiben und den Technologietransfer innerhalb Deutschlands abzusichern.
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